DOG Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft 105. DOG-Kongress
  English Site  
  105. DOG-Kongress Home

Grußworte
Organisation, Termine
Ablauf des Kongresses
Preise

Wissenschaftliches Programm
Eröffnungsveranstaltung
Festakt: 150 Jahre DOG
Donnerstag, 20.September
Freitag, 21.September
Samstag, 22.September
Sonntag, 23.September
Poster Sessions
Symposien
Kurse
Satellitenprogramm

Hinweise, Informationen
Rahmenprogramm
Sponsoren, Industrie

DOG-Homepage
 

Abstract

SA.05.02

Kombination von intrakornealer Ring-Implantation und UV-Vernetzung beim Keratokonus

Schmiedt K., Kermani O., Oberheide U., Farvili E., Mahac I., Gerten G.
Augenklinik am Neumarkt, Köln

Ziel: Die Implantation intrakornealer Ringsegmente (ICR: INTACs- bzw. Ferrara-Ringe) führt bei über der Hälfte der Keratokonus Patienten zu einem Visusanstieg. Eine direkte Wirkung der ICR Implantation auf den zugrunde liegenden biochemischen Pathomechanismus ist jedoch nicht ersichtlich. Daher erscheint ein Fortschreiten der Erkrankung auch nach einer ICR-Implantation wahrscheinlich.
Methode: Von 2005 bis 2006 kombinierten wir eine UV-Kollagen-Vernetzung mit einer ICR Implantation in 4 Keratokonus Augen. Nach Femtosekunden-Laser unterstützter Tunnelpräparation wurden zunächst Keraringe (0.15 bis 0.35 mm, Fa. Peschke Medizintechnik) implantiert. Nach Stabilisierung des Visus und der Refraktion wurde 2 bis 6 Monate später eine UV Vernetzung durchgeführt.
Ergebnisse: In allen Fällen wurde ein deutlicher Visusanstieg erreicht. Im Mittel lag der Gewinn im bestkorrigierten Visus bei 2 Linien durch die Implantation der ICR bzw. 6 Linien im unkorrigierten Visus. Durch die anschließende Vernetzung blieb der unkorrigierte Visus nach 3 Monaten unverändert, der bestkorrigierte Visus stieg im Mittel um eine Linie an. Trotz dieses zuerst stabilen Ergebnisses zeigte sich bei 2 Augen ein deutliches Nachlassen des ICR-Effektes, so dass der dort eingesetzte einzelne Ring durch zwei stärkere Ringsegmente (350µm) ausgetauscht wurden. Hierdurch konnte wieder ein deutlicher Visusanstieg (bis zu 3 Linien unkorrigiert) erreicht werden. Die Aberrationen höherer Ordnung wurden durch die ICR-Implantation deutlich reduziert, die anschließende Vernetzung stabilisierte diese Werte.
Schlussfolgerungen: Eine ICR Implantation ist grundsätzlich mit einer UV Vernetzung kombinierbar. Diese verändert die mechanischen Eigenschaften der Cornea so nachhaltig, dass die Wahl der ICR-Stärken und der Implantationszeitpunkt neu überdacht werden müssen. Ob und welche Kombination der Verfahren zu stabilen klinischen Langzeit-Ergebnissen führt, müssen weitere Studien klären.

 
Zurück    
Seitenanfang