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AbstractSA.19.06 Pneumatische Retinopexie durch Verdampfung von flüssigen Fluorokarbonen: in-vitro und in-vivo-Ergebnisse Kociok N.1, Mackiewicz J.2,3, Hiebl W.4, Kim Y.-K.4, Günther G.4, Meinert H.4, Mühling B.4, Kirchhof B.2, Joussen A. M.1 1Augenklinik, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, 2Abteilung für Netzhaut- und Glaskörperchirurgie, Zentrum für Augenheilkunde, Universität Köln, 3Department of Ophthalmology, Medical University of Lublin, Polen, 4Fluoron GmbH Neu-Ulm Ziel: Entwicklung einer expandierfähigen Gastamponade zu einer kompletten Füllung des Glaskörperraums. Methode: Es wurden 25 verschiedene flüssige Mischungen von Perfluorkarbonen mit Gas in einem Glasauge und im Kaninchenauge getestet. In das mit Wasser gefüllte Glasauge wurden 20 40 µl der verschiedenen Mischungen injiziert und es dann auf 37°C erwärmt. Die Gasexpansion wurde für 3 Stunden beobachtet. In-vivo wurde 20 µl jeder Substanz in die Mitte des Glaskörpers injiziert (n=5 Augen pro Gruppe). Die Augen wurden zunächst stündlich und dann täglich bis zu zwei Wochen untersucht. Bei jeder Untersuchung wurde der intraokuläre Druck (IOP), der anteriore Teil des Auges, der Glaskörper und die Retina überprüft. Der Zeitpunkt der maximalen Expansion und die Zeit bis zur kompletten Absorption der Gasblase wurden registriert. Ergebnisse: In vitro führten einige Mischungen von Perfluorokarbonen und semifluorinierten Alkanen mit Ether/Alkanen zu einer zeitlich befristeten Gasexpansion verbunden mit einem großen Anstieg des IOP. Mischungen von Pentan in Paraffinöl oder Silikonöl führten zu einer kompletten Gasfüllung, die mehrere Tage anhielt bei akzeptablem IOP. In-vivo wurden unterschiedliche Grade von Gasexpansionen beobachtet: von keiner Expansion bis zu sehr verschiedenen Expansionsniveaus. Zwar wurde in diesen Augen ein normaler IOP gemessen, aber nur eine vorübergehende und inkomplette Füllung mit Gas beobachtet. Eine sehr schnelle Gasexpansion wurde ebenfalls beobachtet, die mit einer schnellen Erhöhung des IOP, einer flachen anterioren Kammer und schließlich mit einer Ruptur des Auges verbunden war. Dies geschah auch bei Substanzen, die im in-vitro-Augenmodell positiv abgeschnitten hatten. Es gab nur eine begrenzte Korrelation zwischen den in-vitro und den in-vivo-Daten. Schlussfolgerungen: Diese Studie unterstreicht die Durchführbarkeit einer Endotamponade, die auf der Verdampfung von flüssigen Perfluorokarbonen beruht. Eine genauere Untersuchung der Faktoren, die eine Verdampfung in-vivo beeinflussen ist aber nach wie vor erforderlich.
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