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Abstract

SA.27.02

Intralase® Femto-LASIK mit 90er Flap

Kermani O.1, Gerten G.1, Lubatschowski H.2, Oberheide U.1
1Augenklinik am Neumarkt, Köln; 2Laser Zentrum Hannover e.V., Hannover

Ziel: Die korneale Ektasie ist eine seltene aber deletäre Komplikation der LASIK. Eine Restdicke des Stromabettes von 300 anstatt 250µm wird zunehmend häufig empfohlen. Augen mit einer Gesamthornhautdicke von unter 500 µm sollen gar nicht behandelt werden. Die modernen asphärischen Abtragprofile konsumieren allerdings mehr Gewebe. All dies trägt dazu bei, dass die LASIK in der Indikationsbreite zunehmend eingeschränkt wird. Die Femto-LASIK ermöglicht nun die Präparation auch von dünnen Flaps unter 100µm Dicke. In dieser Arbeit werden retrospektiv die Ergebnisse der Intralase® (60 kHz) Femto-LASIK mit einem 90 µm Flap beurteilt.
Methode: An 25 myop/astigm. Augen mit einem SÄ von -9.75 bis -2.63 D wurde in der Zeit von Sept. bis Dez. 2006 eine Intralase® Femto-LASIK zur Behandlung der Myopie eingesetzt. Die vorgegebene Präparationstiefe für den Flap war 90µm. Intraoperative Komplikationen sowie der post-OP klinische Verlauf wurden analysiert. Die refraktiven 3 Monats Ergebnisse wurden statistisch ausgewertet.
Ergebnisse: Die Präparation des Flaps gelang mit dem Intralase® in allen Fällen ohne nennenswerte Komplikationen. Die mittlere Flapdicke betrug 95µm, die Standardabweichung ±10µm. Die Flappräparation wurde weitgehend traktionsfrei durchgeführt. Post-OP kam es nur in einem Fall zu einer diskreten, behandlungsbedürftigen Striaebildung (n=1). Die refraktiven Ergebnisse waren mit über 90% innerhalb von ±0,5dpt vom Zielergebnis sehr befriedigend. 100% der Augen erreichten einen Visus von sc 0.8 oder besser schon am ersten Tag post-OP. 21% der Augen gewannen mindestens eine Linie an bestkorrigiertem Visus, kein Auge verlor mehr als eine Linie.
Schlussfolgerungen: Die Intralase® Femto-LASIK mit dünnem 90µm Flap erfordert ein traktionsfreie Modifikation der Flappräparation. Die Flapgeometrie ist sehr standardisiert und unabhängig von der Hornhautgeometrie. Die Indikationsbreite der LASIK lässt sich ausweiten, auch unter Verwendung großer, ablationsintensiver Abtragprofile. Es hat keine nennenswerten Flapkomplikationen gegeben.

 
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