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Abstract

P 072

Amiodaron: Retinotoxität bei Mäusen

Turdumambetova G., Bredehorn T., Claus J., Simon E., Duncker G. I. W.
Universitätsklinik und Poliklinik für Augenheilkunde der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Ziel: Funktionelle und morphologische Einschätzung der Schädigung der Netzhaut der Mäuse nach der Behandlung mit dem kationamphiphile Medikament Amiodaron.
Methode: Es wurden 20 Tiere für 36 Wochen mit Amiodaron behandelt- sowie 20 Mäuse in der Kontrollgruppe vom Stamm C57 Bl untersucht. Die Tagesdosis für Amiodaron-Gruppe betrug 150-200 mg/kg KG. Die funktionelle Beurteilung der Netzhaut erfolgte mittels Elektroretinographie, die morphologische durch Funduskopie und elektronenmikroskopische Histologie.
Ergebnisse: Der Vergleich zwischen der Amiodaron- und Kontroll-Gruppe zeigte geringe Veränderungen. In der Amiodaron-Gruppe stellten sich die oszillierenden Potentiale mit einer vorübergehende Verschlechterung bei einer Lichtintensität 100 mcds/m2 dar und gar keine bei 3000 mcds/m2. Milde auftretende funduskopische Veränderungen waren nach dem Abbruch der Behandlung nahezu reversibel. Histologisch waren diffuse granuläre Einschlusskörperchen vorwiegend in der Photorezeptorschicht in Einzelfällen nachweisbar, die ebenso am Ende des Versuches nicht mehr zu sehen waren.
Schlussfolgerungen: Durch funktionelle und morphologische Untersuchungen konnte eine milde reversible retinotoxische Wirkung des Amiodarons bei Mäusen nachgewiesen werden.

 
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