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Abstract

FR.13.02

Kombinierte intravitreale Injektion von rt-PA, Gas und VEGF-Inhibitoren zur Behandlung großflächiger subfovealer Blutungen bei neovaskulärer altersbezogener Makuladegeneration

Sacu S., Schütze C., Stifter E., Michels S., Vécsei-Marlovits P., Prünte C., Schmidt-Erfurth U. 
Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie, Medizinische Universität Wien
Vortragender: Prof. C. Prünte

Ziel: Subfoveale Blutungen im Rahmen neovaskulärer altersbezogener Makuladegeneration (AMD) können zu einem plötzlichen Visusverlust führen. Ziel unserer Studie ist die Evaluation des Behandlungseffektes einer Kombinationstherapie mittels intravitrealer Injektion von rekombinantem Gewebsplasminogenaktivator (rt-PA), Gas und vascular endothelial growth factor (VEGF)-Inhibitoren zur Therapie großflächiger subfovealer Blutungen.
Methode: In dieser prospektiven Studie wurden 20 Augen von 20 Patienten mit akuter (£14 Tage) großflächiger (4 bis 10 Papiellendurchmesser) subfovealer Blutung bei AMD und deutlichem Visusverlust mittels intravitrealer Injektion von rt-PA (50 µg in 0,1 ml BSS) und Schwefelhexafluorid (0,5 mm3) behandelt (11 Frauen, 9 Männer, Durchschnittsalter 74±8 Jahre). Anschließend sollte der Patient 24 Stunden Bauchlage einnehmen. Zwischen Tag 1 und Tag 3 wurde eine intravitreale Injektion von Bevacizumab (AvastinTM, 0.04 ml, 1 mg, n=16) oder Ranibizumab (LucentisTM, 0,05 ml, n=4) durchgeführt. Der Therapieeffekt wurde mittels Fernvisusbestimmung und optischer Kohärenztomographie (OCT) präoperativ und 4, 8, 12 Wochen nach Behandlung evaluiert.
Ergebnisse: Im Monat 3 zeigte sich ein signifikanter mittlerer Visusanstieg von 1,5 Zeilen (von logMAR 1,4 zu logMAR 0,73, p=0,009). Bei 7 von 9 Augen kam es zu einem Visusanstieg von Visuswerten im Meterbereich (n=5) oder 0,05 Snellen-Visus (n=4) zu einem Snellen-Visus zwischen 0,1 und 0,4. Bei 2 Augen (10%) verschlechterte sich die Sehschärfe von mehr als 1 Zeile. Die zentrale Netzhautdicke nahm innerhalb von 12 Wochen um -42 µm ab (p=0,043). 4 Patienten erhielten eine Re-Injektion von VEGF-Inhibitoren (in Woche 4; 2 Patienten, in den Wochen 8 und 12; jeweils 1 Patient). Als Komplikation trat bei 1 Patientin 1 Monat postoperativ eine Glaskörperblutung.
Schlussfolgerungen: Die Kombinationstherapie von rt-PA, Gas und VEGF-Inhibitoren ermöglicht eine rasche Verbesserung und Stabilität der zentralen Sehschärfe bei AMD-bedingten, großflächigen subfovealen Blutungen. Das Komplikationsrisiko dieser Methode scheint gering.

 
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