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Abstract

DO.24.08

Epiretinales Hamartom bei einem 4-jährigen Mädchen

Wansel S., Willerding G., Bechrakis N., Foerster M.
Charité - Universitätsmedizin Berlin, Campus Benjamin Franklin, Berlin

Ziel: In unserer Klinik wurde ein 4-jähriges Mädchen mit einer Visusminderung auf sc=0,2 - 0,3 und einem "unklaren zentralen Fundusbefund" am rechten Auge zur Mitbeurteilung vorgestellt. Ein halbes Jahr zuvor bestand ein voller Visus bei unauffälligem Fundus.
Methode: Bei der klinischen Untersuchung des Mädchens stellten wir eine pig- mentierte Raumforderung am hinteren Pol fest. Es bestand die Differentialdiagnose eines Tumors und eines pigmentierten Puckers. Daraufhin führten wir eine Vitrektomie mit Biopsie des Befundes zur histologischen Diagnosesicherung durch.
Ergebnisse: In der histologischen Untersuchung zeigte sich ein epiretinales Hamartom des retinalen Pigmentepithels ohne Anzeichen für Malignität. Im postoperativen Verlauf sahen wir einen unauffälligen Fundus, im OCT eine nahezu normale Makulastruktur. Das Mädchen erreichte bis zur letzten Vorstellung einen Visusanstieg des betroffenen Auges auf sc=0,6p, darüber hinaus war Stereosehen möglich.
Schlussfolgerungen: Das epiretinale Hamartom des retinalen Pigmentepithels beim Kleinkind ist eine seltene Diagnose. Aufgrund des klinisch unklaren Befundes sowie der Visusminderung war ein netzhautchirurgischer Eingriff zur Diagnosesicherung und Therapie notwendig.

 
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