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105. DOG-Kongress Home
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AbstractDO.19.06 Das freie autologe Tarsustransplantat als Spacer zur Behandlung der Unterlidretraktion bei endokriner Orbitopathie Schittkowski M. P., Fichter N., Guthoff R. F. Universitäts-Augenklinik Rostock, Rostock Ziel: Die Unterlidretraktion bei Endokriner Orbitopathie erscheint, verglichen mit einer Kompressionsneuropathie oder Diplopie im zentralen Blickfeld, von untergeordneter Bedeutung zu sein. Funktionell resultiert aber eine erhebliche Einschränkung des Lidschlusses, die wiederum zu Expositionskeratopathie führen kann. Methode: Retrospektive Analyse von 10 konsekutiven Patienten, die zwischen 2005 und 2007 bei Unterlidretraktion infolge Endokriner Orbitopathie behandelt wurden. Operation: Das Unterlid wird evertiert und die Bindehaut unterhalb der Tarsusunterkante mit dem Skalpell eröffnet. Die Unterlidretraktoren werden abpräpariert und so weit rückgelagert bis eine Unterlidhebung in Symmetrie zur Gegenseite resultiert. Ein geringer Übereffekt bis zu 1 mm wird angestrebt. Der entstehende Defekt zwischen Tarsusunterkante und Unterlidretraktoren/Bindehaut wird ausgemessen und ein in vertikaler Ausdehnung vergleichbares Tarsusstück aus dem ipsilateralen kranialen Oberlidtarsus entnommen. Mindestens 4mm vertikale Tarsusausdehnung wurden belassen. Das freie Tarsustransplantat wird in den Unterliddefekt mit resorbierbarer Naht eingepasst. Ergebnisse: Bei den 10 Patienten (7 Frauen, 3 Männer) im Alter von 23-61 Jahren betrug das scleral show präoperativ 2,7mm im Mittel und konnte postoperativ auf 0,3mm im Mittel reduziert werden. Die durchschnittliche Lidspaltenweite lag präoperativ bei 12,8mm (11-16mm) und unmittelbar postoperativ bei 10,2 (8,8-12.2mm). Der lidhebende Effekt reduzierte sich bei den 7 Patienten, bei denen eine Nachuntersuchung nach 6 Monaten möglich war, um ca. 0,5mm. Das Lidschlußdefizit, das präoperativ bei 4 Patienten vorlag, konnte bei 3 Patienten beseitigt werden und bei 1 Patientin auf 1mm reduziert werden. Schlussfolgerungen: Die Verwendung og. Technik führt zu funktionell und ästhetisch ansprechenden Ergebnissen. Wesentliche Vorteile sind der Verzicht auf allogenes, xenogenes oder synthetisches Fremdmaterial mit den damit verbundenen Risiken (slow-virus-Infektion, Abstoßung). Zur Beurteilung der Langzeitstabilität ist eine Nachuntersuchung im Verlauf nötig.
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