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Abstract

SO.15.04

Kombination von FDT-Perimetrie und Messung des neuroretinalen Randsaums (HRT) für das Glaukom-Screening

Horn F., Jertila M., Mardin C., Michelson G., Jünemann A., Adler W., Lämmer R.
Erlanger Glaukomforschung im SFB 539, Universität Erlangen

Ziel: Untersuchung von Offenwinkelglaukomen (OWG) mit je einem strukturellen und funktionellen Test.
Methode: Um die Wertigkeit einer kombinierten Analyse zu überprüfen, wurden alle Messungen in zwei unabhängigen Populationen durchgeführt. Lerndatensatz: 100 Patienten mit “perimetrischem” OWG, 81 Patienten mit “präperimetrischem” OWG, 85 Kontrollpersonen. Testdatensatz: 65 “perim.” OWG, 39 “präperim.” OWG und 116 Kontrollen. Alle Probanden hatten: konventionelle weiß-auf-weiß Perimetrie, Papillometrie, Screeningprogramm des FDT-Perimeters und Analyse der neuroretinalen Randsaumfläche (HRT) mit Berücksichtigung der Papillenfläche analog ‚Moorfield Regression Analysis’ (MRA). Ein bereits beschriebenes Verfahren wurde benutzt, um eine Maßzahl für nicht erkannte Stimuli in der FDT Untersuchung zu erzeugen (“FDT-score“). Alter: 35-66 Jahre, klare optische Medien. Beurteilung der Verfahren: Flächen unter den ROC-Kurven. Für die kombinierte Auswertung von Randsaumfläche und FDT-Perimetrie wurde im Lerndatensatz eine Diskriminanzfunktion ermittelt. Dieselbe Formel wurde anschließend im Testdatensatz benutzt und mit einem maschinellen Klassifikationsalgorithmus verglichen, der weitere Geräteparameter berücksichtigt.
Ergebnisse: Die Flächen unter der ROC-Kurven für FDT, MRA und die Kombination der Verfahren betrugen im Lerndatensatz: 84, 81 und 88% und im Testdatensatz: 83, 73 und 86%. In der Gruppe der “perim.“ OWG liegt die diagnostische Wertigkeit des “FDT-score“ über derjenigen der MRA. In der Gruppe der “präperim.“ Patienten hingegen verläuft die ROC-Kurve der MRA zum Teil oberhalb derjenigen des FDT. Eine Kombination beider Verfahren mit einer einfachen Formel liefert in beiden Populationen die größte Fläche unter der ROC-Kurve. Einbeziehung der Sektoren und Quadranten steigert die Validität.
Schlussfolgerungen: Bereits die Kombination von jeweils einem globalen Parameter von FDT und HRT kann hilfreiche Informationen für Screening liefern.

 
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