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Abstract

SO.05.07

Choroidale Blutflussänderungen bei Hell/Dunkel-Übergängen – Gibt es eine Beteiligung des D1-Rezeptors?

Fuchsjäger-Mayrl G.1,2, Huemer K.-H.1, Kircher K.2, Resch H.1, Weigert G.1, Schmetterer L.1,3
1Abteilung für Klinische Pharmakologie, 2Abteilung für Augenheilkunde und Optometrie, 3Abteilung für Biomedizische Technik und Medizinische Physik, Medizinische Universität Wien

Ziel: Mehrere rezente Studien deuten darauf hin, dass es bei Hell/Dunkelübergängen zu einer Reduktion des choroidalen Blutflusses (CBF) kommt. Der diesem Phänomen zugrunde liegende Mechanismus ist weitgehend ungeklärt. Dopamin wurde als chemischer Botenstoff für Helladaptation diskutiert. Folglich könnte Dopamin einen modulatorischen Einfluss auf die durch Hell/Dunkel-Übergänge induzierten choroidalen Blutflussänderungen haben.
Methode: In diese randomisierte, Plazebo kontrollierten, dreifach cross-over Studie wurden 12 gesunde männliche Probanden inkludiert. An drei verschiedenen Studientagen wurde der D1 Rezeptorantagonist Quetiapine, der D2 Rezeptorantagonist Sulpiride oder Plazebo verabreicht. CBF wurde mittels Laser Doppler Flussmessung während der Hell/Dunkel Übergänge gemessen und die Resultate wurden als prozentuelle Änderung vom Ausgangswert angegeben. Diese Hell/Dunkelreaktion wurde zwischen den drei Studientagen mittels ANOVA verglichen.
Ergebnisse: In Übereinstimmung mit unseren früheren Studien zeigte sich eine reversible Abnahme des CBF nach Hell/Dunkel Übergängen. Keines der verabreichten Medikamente veränderte den Ausgangswert des choroidalen Blutflusses. Die Dunkelreaktivität war 11.5±5.8% am Placebo Studientag. Diese Dunkelreaktivität war nach Administration von Quetiapin 5.8±4.6%, p<0.05 signifikant verändert, aber nicht nach Sulpirid 9.4±7.1%.
Schlussfolgerungen: Wir haben kürzlich gezeigt, dass Dopamin den CBF bei Gesunden erhöht. Die vorliegenden Resultate zeigen, dass weder D1-noch D2-Rezeptorantagonisten den CBF unter Ruhebedingungen verändern. Der D1-Rezeptorantagonist Quetiapin ändert jedoch die Antwort des CBF bei Hell/Dunkel Übergängen. Dies legt einen Einfluss des D1-Rezeptors auf die Regulation des Blutflusses in Abhängigkeit von der retinalen Beleuchtung nahe. .

 
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