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Abstract

P 164

Zeitliche und örtliche Assoziation von neuroretinalem Randsaumverlust und retinaler Nervenfaserschichtdicke bei Patienten mit Papillenrandblutungen

Lämmer R.1, Nguyen T. K.1,2, Nguyen N. X.3, Horn F. K.1, Jünemann A. G. M.1, Mardin C. Y.1 (Erlanger Glaukomforschung im SFB 539)
1Augenklinik mit Poliklinik, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Erlangen, Deutschland; 2Augenklinik Ho Chi Minh Stadt, Vietnam; 3Universitätsaugenklinik Tübingen, Abteilung II (Pathophysiologie des Sehens und Neuro-Ophthalmologie), Tübingen, Deutschland

Ziel: Ziel der Studie war die Untersuchung ob mittels Scanning Laser Polarimetrie eine Abnahme der Nervenfaserschichtdicke nach dem Auftreten von Papillenrandblutungen detektiert werden kann. Die zeitliche und regionale Assoziation zwischen Änderung der retinalen Nervenfaserschichtdicke und neuroretinalen Randsaumfläche wurde untersucht.
Methode: Siebzehn Augen von 15 Patienten mit Papillenrandblutungen wurden für diese Studie aus dem Erlanger Glaukomregister rekrutiert. Alle Patienten wurden in jährlichem Intervall einer detaillierten und standardisierten Glaukomuntersuchung unterzogen. Die mittlere Beobachtungsdauer war 5,0±1,4 Jahre. Die Änderung der neuroretinalen Randsaumfläche wurde mittels konventioneller Planimetrie anhand von Papillendiapositiva und die retinale Nervenfaserschichtdicke mittels Scanning Laser Polarimetrie (GDx, LDT Europe, Softwareversion 3.0.0.5x1) bestimmt. Als Ausgangsuntersuchung wurde die Messung ein Jahr vor dem Auftreten der Papillenrandblutungen definiert. Untersucht wurden die Standard GDx-Parameter, globale and sektorielle Nerfenfaserdicke, sowie die Assoziation zwischen Nervenfaser- und neuroretinalem Randsaumverlust.
Ergebnisse: Von den untersuchten Standardparametern hatte die Number den größten diagnostischen Wert zur Detektion einer morphologischen Progression nach dem Auftreten von Papillenrandblutungen. Dabei wurden bereits zum Zeitpunkt der Blutung erhöhte Werte beobachtet, der Unterschied zur Ausgangsuntersuchung war jedoch erst nach 2 Jahren oder mehr statistisch signifikant. Retinale Nervenfaserdicke und neuroretinaler Randsaum global und in dem betreffenden Sektor nahmen im Verlauf ab, während eine Zunahme der parapapillären chorioretinalen Atrophie in Verlauf beobachtet wurde. Der Korrelationskoeffizient zwischen dem retinalen Nervenfaserverlust und neuroretinalem Randsaumverlust in dem betreffenden Sektor war r=0,46; p=0,08.
Schlussfolgerungen: Durch wiederholte Messungen im Langzeitverlauf kann möglicherweise mittels Scanning Laser Polarimetrie eine lokalisierte Abnahme der Nervenfaserschichtdicke nach dem Auftreten von Papillenrandblutungen detektiert werden.

 
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