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Abstract

P 248

Ultrasonografische Befunde bei Endophthalmitis nach Katarakt-Operationen: Rückblick von 81 Fällen

Maneschg O., Csakany B., Németh J.
Department of Ophthalmology, Semmelweis University of Budapest, Hungary

Ziel: Rückblick und Analyse von ultrasonografischen Befunden von Patienten mit nach Katarakt Operationen aufgetretener Endophthalmitis, welche an unserer Klinik in einem Zeitraum von 6 Jahren behandelt wurden (2000-2005).
Methode: Wir führten eine retrospektive Untersuchung von Daten und Ultraschallbefunden von 86 Patienten mit Endophthalmitis nach erfolgter Katarakt Operationen durch. Bei 81 Patienten waren Ultraschall Untersuchungen durchgeführt worden. Untersucht wurde die Operationsmethode, Zeit des Auftretens der Endophthalmitis nach dem Eingriff, besondere ultrasonografische Befunde wie Organisation von Trübungen im Glaskörper, Membranbildung, Abhebung der hinteren Glaskörpermembran, Abhebung der Choroidea und/oder der Netzhaut, Abszess- oder Granulombildung, Anschwellung des Sehnervens und Verdickung der hinteren Wand.
Ergebnisse: Im untersuchten Zeitraum entwickelte sich eine akute Endophthalmitis bei 41 Augen, eine subakute bei 25 Augen und eine spät aufgetretene Endophthalmitis wurde bei 20 Augen festgestellt. Bei 23 Patienten wurde der Eingriff an unserer Klinik durchgeführt, die anderen 63 Patienten wurden von anderen Einrichtungen zu uns eingewiesen. Die Stärke der hinteren Wand war bei den meisten Ultraschallbefunden nachvollziehbar, Ablösung der Choroidea bei 3 Augen, von der Netzhaut bei 4 Augen und von beiden bei 6 Augen dokumentiert. Membranen wurden bei 23 Augen (28%), dichte Trübungen im Glaskörper wurden in 9 Augen festgestellt. Zwei Befunde waren häufiger bei akuter und subakuter Endophthalmitis: Dichte Glaskörpertrübungen und Abhebung der hinteren Glaskörpermembran. Die Stärke der hinteren Wand war dicker bei akuten (1,51±0,34mm) und subakuten (1,62±0,34mm) als bei spät auftretende Endophthalmitisfällen (1,47±0,29mm), aber der Unterschied war statistisch gesehen nicht signifikant. (p>0,05; Mann-Whiney Test).
Schlussfolgerungen: Ultraschallbefunde am Auge, wie Verdickung der hinteren Wand und verdichtete Organisation von Trübungen im Glaskörper können hilfreich sein bei der klinischen Auswertung, Prognose und Behandlung von postoperativer Endophthalmitis.

 
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