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AbstractFR.14.08 Zelluläre und molekulare Basis der diabetischen Retinopathie Hammes H.-P., Vom Hagen F., Feng Y. Die beiden wesentlichen Charakteristika der Frühschädigung einer diabetischen Retina sind die gesteigerte Gefäßpermeabilität und ein progressiver Gefäßverschluss. Perizyten- und Endothelzellverlust sind Ausdruck der generalisierten Vasodegeneration, fokale Endothelproliferation und Kapillarthrombosierung sind bereits eine Antwort auf die Initialschädigung. Ebenso sind Mikroaneurysmen als abortive Versuche der Neovaskularisation zu verstehen. Eine besondere Rolle der retinalen Neuroglia wird durch neue Befunde bei diabetischer Retinopathie nahegelegt. Müllerzellen sind am Erhalt des Visus, Schutz vor oxidativem Stress von Blutgefäßen, der Aufrechterhaltung der Blut-Retina-Schranke und Versorgung von Gefäßzellen mit Überlebenssignalen beteiligt. Im Tierexperiment transdifferenzieren Müllerzellen während der Initialphase der Hyperglykämie, erkennbar an der Hochregulation von GFAP. Weitere Kennzeichen einer Gliaaktivierung sind die Expression von kleinen Hitzeschockproteinen und ROS-sensitiven Reparatur-mechanismen. An der Modulation der retinalen Gefäßantwort auf die hyperglykämische Schädigung sind eine Reihe von Wachstumsfaktoren, unter anderem das Angiopoetin-Tie-System beteiligt. Während Angiopoetin 1 zur Gefäßmaturierung und Änderung des Zusammenbruchs der Blut-Retina-Schranke führt, scheint Angiopoetin 2 die Sensibilisierung gegenüber Reparaturvorgängen in der Retina zu erhöhen. Dazu tragen die Ang-2 vermittelte Induktion des Perizytenverlustes sowie Bereitschaft zur Gefäßneubildung in Kombination mit VEGF bei. Müllerzellen spielen offensichtlich eine große Rolle bei der Bereitstellung und Regulation von Angiopoetin 2. Die molekularen Mechanismen der Transkriptionsregulation durch intrazelluläres Methylglyoxal als Prototyp AGE wurden aufgeklärt. Insgesamt haben die Erkenntnisse der letzten Jahre zu einem verbesserten Verständnis pathophysiologischer Zusammenhänge bei diabetischer Retinopathie geführt und eröffnen Möglichkeiten gezielter Therapieansätze. |
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