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Abstract

FR.13.11

Computer-gestützte Erstellung grafischer Netzhautbefunde

Jürgens C., Großjohann R., Tost F.
Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Universitätsklinikum Greifswald

Ziel: Die grafische Dokumentation von Netzhautbefunden wird im klinischen Alltag häufig mit Hilfe von Freihandzeichnungen und handschriftlichen Textbausteinen durchgeführt. Der Funktionsumfang bekannter Softwareprodukte zur Befundung retinaler Veränderungen, geht nicht über die Funktionalität eines Zeichenprogramms hinaus, das ein Plazieren, Skalieren und Färben von Grafikprimitiven (Kreis, Rechteck, Pfeil, Textfeld…) erlaubt. Eine schnelle und einheitlich standardisierte Befunderstellung mit grafischer Dokumentation ist so nur schwer zu realisieren, was durch die Entwicklung und den Einsatz moderner Softwaretools ermöglicht werden soll.
Methode: Es wurde ein Softwarepaket entwickelt, das ein schnelles und intuitives Erstellen eines Fundusschemas zum digitalen Archivieren oder Ausdrucken ermöglicht. Eigens für den klinisch-augenärztlichen Nutzen wurden standardisierte Symbole zur Netzhautbefundung digital umgesetzt und in einer grafischen Symbolbibliothek integriert, die sich in folgende Kategorien gliedert: Präoperativ, Postoperativ, Gefäßneubildungen und Tumoren, Frühgeborenenretinopathie. Das benötigte Symbol wird einfach mit einem Mausklick ausgewählt und per drag-and-drop auf dem Augenhintergrund platziert.
Ergebnisse: Die bisherigen Möglichkeiten der grafischen Dokumentation von Netzhautbefunden sind unbefriedigend, weil sie zeitlich zu aufwändig sind und handschriftliche Interindividualabweichungen eine eindeutige Interpretation erschweren bzw. im Einzelfall unmöglich machen. Die Computer-gestützte Erstellung einer Skizze des Augenhintergrunds ist schneller durchführbar als die Freihandzeichnung und erhöht gleichzeitig die Qualität der medizinischen Dokumentation durch die Verwendung standardisierter Symbole, die zudem fachlich kategorisiert sind.
Schlussfolgerungen: Grafische Symbole zur Dokumentation von Netzhautbefunden gehören zum klinischen Allgemeingut von Augenärzten, das durch die Auswahlmöglichkeit aus einer vorgegebenen standardisierten Symbolbibliothek praktikabler als bisher in der klinischen Routine verfügbar gemacht wird.

 
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