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Abstract

SA.11.06

Pupillographie zur Erfassung von Fahrerschläfrigkeit

Wilhelm B.1, Wilhelm H.2, Weil de Vega C.1, Durst W.1, Otto G.1
1Steinbeis Transferzentrum Biomedizinische Optik und Funktionsprüfung, Kompetenzbereich II, Autonomes Nervensystem und Sicherheitsstudien, Tübingen; 2Universitäts-Augenklinik Tübingen

Das Steuern eines Kraftfahrzeugs erfordert hohe Aufmerksamkeit und Konzentration. Mindestens 25% der Verkehrsunfälle in Deutschland sind auf Schläfrigkeit am Steuer zurückzuführen. Um wirksame Gegenmaßnahmen zu entwickeln, sind objektive und quantitative Analysen unumgänglich, die das Gefährdungspotential durch Schläfrigkeit definieren.
PST: Die zentralnervöse Aktivierung wird mit dem Pupillographischen Schläfrigkeitstest (PST by AMTech, Weinheim, Germany) gemessen, der an anderer Stelle ausführlich beschrieben ist. Die Messung wird im Sitzen durchgeführt und dauert 11 Minuten. Autofahrer (n=63) wurden an der Autobahnraststätte rekrutiert und auf freiwilliger Basis anonym gemessen. Die Fahrer wurden nach der zurückgelegten Strecke, der Zeit seit dem Aufwachen, Kaffee- bzw. Nikotinkonsum und ihrer subjektiven Schläfrigkeit befragt. Alle Teilnehmer erhielten Beratung und Empfehlungen zur Vorbeugung von Schläfrigkeit am Steuer. Analyse: Der natürliche Logarithmus des Pupillen-Unruhe-Index (lnPUI) wurde analysiert und gemäß den Referenzwerten klassifiziert in: normal (< MW plus 1 SD), auffallend schläfrig (> MW plus 2 SD) und grenzwertig. Die Verteilung der Klassen wurde betrachtet und Korrelationen nach Spearman berechnet für die Beziehung zwischen PUI, subjektiver Schläfrigkeit und Verhaltensvariablen.
Der PUI war bei 43% der Personen normal während 25% starke Schläfrigkeit zeigten und 32% der Messwerte grenzwertig ausfielen. Dies stimmt mit vorangegangenen Untersuchungen überein. Im Gegensatz zur vorliegenden Studie fanden frühere Projekte signifikante Korrelationen des PUI mit subjektiver Schläfrigkeit und/oder Verhaltensvariablen heraus.
Danksagung: Diese Studie wurde unterstützt durch das *Bayerische Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, Referat 742 Arbeitsmedizin, Arbeits-sicherheitsorganisation, München.

 
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