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Abstract

DO.21.05

Optimierung digitaler Fundusaufnahmen

Tornow R. P., Laemmer R., Mardin C. Y.
Augenklinik mit Poliklinik, Universität Erlangen-Nürnberg, Erlangen

Ziel: Bedingt durch die spektrale Verteilung der Fundusreflektion (hohe Reflektion im roten Bereich, geringe Reflektion im blauen Bereich) zeigen Farb-Fundusaufnahmen mit einer Funduskamera prinzipiell eine unausgewogene Intensitätsverteilung in den 3 Farbkanälen Rot, Grün und Blau. Da der Dynamikbereich gängiger digitaler Kameras kleiner als der von Diafilm ist, führt diese ungleiche Verteilung bei digitalen Aufnahmen oft zu Informationsverlust durch Überbelichtung im roten Bereich bzw. Unterbelichtung im blauen Bereich. Wesentliche Informationen über okuläre Erkrankungen könnten so übersehen werden.
Methode: Zur Kompensation der ungleichen Intensitätsverteilung bei Fundusaufnahmen ist ein spezielles Filter für den Beleuchtungsstrahlengang einer Funduskamera mit den folgenden Eigenschaften entwickelt worden: Das Filter hat 3 schmale Transmissionsbereiche im roten, grünen und blauen Spektralbereich. Die spektrale Breite der Transmissionsbereiche nimmt vom blauen zum roten Bereich ab. Wellenlängen außerhalb dieser Bereiche werden geblockt. Dadurch wird die ungleichmäßige Netzhautreflektion ausgeglichen und der Kontrast einzelner Netzhautstrukturen verstärkt.
Ergebnisse: Digitale Farb-Fundusaufnahmen mit der entwickelten Technik zeigen ausgeglichene Intensitätsverteilungen in den 3 Farbkanälen. Dadurch können auch die Informationen im roten und blauen Spektralbereich qualitativ und quantitativ ausgewertet werden.
Schlussfolgerungen: Durch die entwickelte Technik wird der Informationsgehalt digitaler Fundusaufnahmen deutlich erhöht. Eine quantitative Auswertung ermöglicht zum Beispiel die Messung der Verteilung des Makulapigments.

 
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