DOG Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft 105. DOG-Kongress
  English Site  
  105. DOG-Kongress Home

Grußworte
Organisation, Termine
Ablauf des Kongresses
Preise

Wissenschaftliches Programm
Eröffnungsveranstaltung
Festakt: 150 Jahre DOG
Donnerstag, 20.September
Freitag, 21.September
Samstag, 22.September
Sonntag, 23.September
Poster Sessions
Symposien
Kurse
Satellitenprogramm

Hinweise, Informationen
Rahmenprogramm
Sponsoren, Industrie

DOG-Homepage
 

Abstract

P 190

Bevacizumab (Avastin®) Augentropfen haben keinen Einfluss auf die korneale epitheliale Wundheilung in-vivo

Bock F., Onderka J., Dietrich T., Bachmann B., Kruse F. E., Cursiefen C.
Augenklinik Erlangen, Universität Erlangen-Nürnberg, Erlangen

Ziel: Bevacizumab ist ein rekombinierter, humanisierter, monoklonaler anti-VEGF-A Antikörper. Wir konnten zeigen, dass Avastin Augentropfen korneale Angiogenese und Lymphangiogenese hemmen. Ziel dieser Studie war es zu untersuchen, ob Bevacizumab Augentropfen einen Einfluss auf die korneale Wundheilung haben.
Methode: Im Maus-Modell der Erosio corneae wurden die Effekte von Bevacizumab Augentropfen untersucht: Das zentrale Epithel der Hornhaut wurde in einem Durchmesser von 1,5 mm abgekratzt und danach wurde jeweils das rechte Auge mit Bevacizumab als Augentropfen (5 mg/ml; alle 2h) und das linke Auge mit dem gleichen Volumen NaCl behandelt. Nach 12, 18 und 24 Stunden wurde die Kornea in-vivo mit und ohne Fluorescein fotografiert. Im Anschluss wurden die Tiere getötet und die Augen mittels Morphometrie, Histologie, Elektronenmikroskopie und Immunhistochemie analysiert.
Ergebnisse: Die topische Gabe von Bevacizumab hat keinen Effekt auf den Wundheilungsprozess nach einer Erosio des kornealen Epithels. Die Epithelzellen zeigten keine morphologischen Veränderungen und waren in ihrer Proliferation während des Wundschlusses im Vergleich zur Kontrolle unbeeinflusst.
Schlussfolgerungen: Bevacizumab Augentropfen scheinen keine signifikanten Effekte auf die (epitheliale) korneale Wundheilung zu haben. Sie können daher für anti-angiogene Therapien an der Hornhaut auch bei Epitheldefekten (z.B. nach Keratoplastik) verwendet werden.

 
Zurück    
Seitenanfang