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AbstractDO.17.06 Tiefe anteriore lamellierende Keratoplastik (DALK) Hille K.1, Kohlhof J. K.2, Löw U.3 1Augenklinik, Ortenauklinikum Offenburg; 2Klinik für Augenheilkunde, Klinikum der Universität Regensburg; 3Augenklinik des Universitätsklinikum des Saarlandes, Homburg/Saar Ziel: Bei Erkrankungen des stromalen Hornhautgewebes stellt die tiefe anteriore lamellierende Keratoplastik (DALK) eine Alternative zur perforierenden Keratoplastik (PKP) dar. Der Vorteil dieser Methode liegt darin, dass die Endothelzellen, die bei Erkrankungen primär nicht beteiligt sind, nicht entfernt werden müssen. Somit entfällt das Risiko einer chronischen oder akuten Transplantatabstoßungsreaktion. Im Interface zwischen dem Material des Transplantats und des Empfängers sind jedoch eine Narbenbildung und Trübungen möglich. Man versucht dies durch eine möglichst Descemet nahe (prädescemetal) oder direkt epidescemetale Präparation zu vermeiden. Hierfür werden verschiedene Operationstechniken angegeben. Methode: Im Beitrag werden auf die klassischen mechanischen lamellierenden Verfahren, Hydrodelamination und Big-Bubble Technik nach Anwar eingegangen. Ergebnisse: In der Regel gelingt mit den o.g. Techniken eine Präparation epidescemetal oder prädescemetal. Das Risiko von Interfaceproblemen ist bei einer epidescemetalen Präparation geringer. Perforationen der Descemet, die eine Umwandlung in eine PKP erforderlich machen sind eher selten, Mikroperforationen zwar häufiger (zwischen 9% (Big Bubble) und 35% (Hydrodelamination, mechanische Verfahren)), dennoch kann in der Regel eine DALK erfolgreich zu Ende geführt werden. In einer eigenen vergleichenden Studie zwischen DALK und PKP bei Keratokonuspatienten ergaben sich bezüglich der postoperativen Sehschärfe und Zylinderentwicklung keine signifikanten Unterschiede, wobei allerdings die visuelle Rehabilitation bei DALK eher schneller eintrat als bei einer PKP. Schlussfolgerungen: Aufgrund der guten Ergebnisse nach einer tief lamellierenden KPL sollte unseres Erachtens bei intaktem Endothel und Indikation zur Keratoplastik grundsätzlich ein tief lamellierendens Vorgehen bevorzugt werden. Indikationen für eine DALK sind stromale Trübungen (Narben, Dystrophien), Keratokonus (Ausschluss vorbestehende Descemeteinrisse), hoher Astigmatismus nach Keratotomie und schwere Hornhautulcera.
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