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Abstract

SO.06.04

Ergebnisse nach Kollagenvernetzung mittels Riboflavin und UV-A-Strahlung bei Keratokonus (Crosslinking)

Kampik D., Kampik K., Heß M., Geerling G.
Augenklinik der Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Ziel: Durch photochemische Kollagenvernetzung mittels Riboflavin und UV-A-Bestrahlung soll bei Keratokonus eine Festigung der Hornhaut erreicht werden. In dieser Studie wird der postoperative Verlauf nach Vernetzung hinsichtlich Progression der Keratektasie, Visus und Sicherheit des Verfahrens bzw. Nebenwirkungen evaluiert.
Methode: Bei 38 Patienten mit topographisch oder anamnestisch gesicherter Progression eines Keratokonus wurde nach Hornhautabrasio und 30minütigem Betropfen der Hornhaut mit 0,1% Riboflavin eine Bestrahlung mit UV-A-Licht bei 365 nm über weitere 30 Minuten durchgeführt (Oberflächendosis 5,4 J/cm2). Nachkontrollen erfolgten über mindestens 3 bis maximal 15 Monate.
Ergebnisse: Bei allen Patienten zeigte sich nach anfänglichem Haze bis maximal 2+ ein unruhiges Hornhautepithel bis maximal 2 Monate mit entsprechender Visusminderung, danach jedoch keine Minderung der Transparenz. Ein verzögerter Epithelschluß war auch bei Neurodermitis-Patienten nicht zu beobachten. Die maximalen Keratometerwerte gingen von 51,4 auf 50,3 dpt zurück. Bei der Extremwertdarstellung der Krümmungsradien im Keratokonus-Apex zeigte sich zunächst 4-8 Wochen postoperativ ein Anstieg um durchschnittlich 4,5 dpt, im weiteren Verlauf ein Rückgang unter den Ausgangswert (von präoperativ 51,3 dpt auf 50,3 dpt). Der Visus stieg um durchschnittlich eine Zeile an. Hornhautpachymetrie und Endothelzellzahl veränderten sich nicht.
Schlussfolgerungen: Die Kollagenvernetzung führte zu keinen dauerhaften Komplikationen. Trotz einer vorübergehenden Visusminderung über 4-6 Wochen resultiert langfristig ein Anstieg auf den Ausgangsvisus oder darüber. In keinem der Fälle zeigte sich im Beobachtungszeitraum eine Progression des Keratokonus. Eine längere Verlaufsbeobachtung und eine randomisierte kontrollierte Studie sind zum Beleg der Effektivität der Methode hinsichtlich Verhinderung der Konus-Progression jedoch essentiell.

 
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