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Abstract

P 168

Vergleich von iCare-Tonometer und Perkins-Tonometer am liegenden Patienten

Jordan J. F., Schild A., Schröter S., Krieglstein G. K., Dietlein T. S.
Zentrum für Augenheilkunde, Universität Köln, Köln

Ziel: Das Perkins-Tonometer gilt als Standard bei der Augeninnendruckmessung am liegenden Patienten. Das iCare Rebound-Tonometer ist ein handgehaltenes, digitales Tonometer, welches den Augeninnendruck ohne Lokalanästhesie misst. Ein manuelles Einstellen des Augeninnendruckwertes, wie beim Perkins-Tonometer der Fall, ist nicht erforderlich. In dieser Studie wurden die Praktikabilität und Übereinstimmung beider Methoden, sowie deren Abhängigkeit von der Hornhautdicke, am liegenden Patienten untersucht.
Methode: In diese klinisch prospektive Studie wurden 76 Augen von 38 Patienten eingeschlossen. Der Augeninnendruck (IOD) wurde am liegenden Patienten mittels Perkins-Tonometrie, sowie mittels iCare in Rechts- und Linksseitenlage gemessen, da dieses Tonometer aufrecht gehalten werden muss (jeweils Mittelwert aus 6 Messungen). Die zentrale Hornhautdicke (zHD) wurde zuvor mittels Laser-Interferenz Pachymetrie (OLCR) gemessen. Augen mit kornealer Pathologie wurden ausgeschlossen.
Ergebnisse: Die mittlere Hornhautdicke betrug 534µm (min. 460µm - max. 611µm). Der mit dem Perkins-Tonometer gemessene IOD betrug am rechten Auge (RA) im Mittel 18,8±5mmHg, am linken Auge (LA) 19,4±5,7mmHg. Mit dem iCare zeigte sich am RA ein mittlerer IOD von 19,9±5,7mmHg in Rechts-Seitenlage, von 19,6±6mmHg in Links-Seitenlage. Am LA ergaben die Messungen einen IOD von 20,5±6,2mmHg in Rechts-Seitenlage, von 20,4±6,7mmHg in Links-Seitenlage. Die Seiten- und Lageunterschiede waren nicht signifikant (t-Test). Die Korrelation von zentraler Hornhautdicke zur iCare-Tonometrie betrug 0,27 (nichtparametrische Korrelation nach Spearman), von zHD zu Perkins-Tonometrie von 0,25. Es zeigte sich eine sehr gute Übereinstimmung von Messungen mittels iCare und Perkins-Tonometer (Korrelationskoeffizient 0,90).
Schlussfolgerungen: Das iCare-Tonometer zeigte eine gute Handhabung auch am liegenden Patienten, eine geringe Fehleranfälligkeit der Messungen, und im Vergleich zur Perkins-Tonometrie reproduzierbare und zuverlässige Messergebnisse. Die Abhängigkeit beider Messmethoden von der Hornhautdicke ist im untersuchten Bereich als gleich einzustufen.

 
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