| |
105. DOG-Kongress Home
Grußworte
Organisation, Termine
Ablauf des Kongresses
Preise
Wissenschaftliches Programm
Eröffnungsveranstaltung
Festakt: 150 Jahre DOG
Donnerstag, 20.September
Freitag, 21.September
Samstag, 22.September
Sonntag, 23.September
Poster Sessions
Symposien
Kurse
Satellitenprogramm
Hinweise, Informationen
Rahmenprogramm
Sponsoren, Industrie
DOG-Homepage
|
|
AbstractP 170 Unilaterale Myopisierung nach bilateraler Pseudophakie bei Pseudoexfoliationssyndrom Osvald A., Schröder A. C., Lang H. M., Brückner K. A., Seitz B. Klinik für Augenheilkunde, Universitätsklinikum des Saarlandes Ziel: Das Pseudoexfoliationssyndrom (PEX) ist assoziiert mit einem Sekundärglaukom und einer spezifischen Keratopathie. Besondere Gefahren bringt es jedoch bei der intraokularen Chirurgie mit sich. Gerade die Katarakt-Chirurgie kann aufgrund geschwächter Zonula-Fasern deutlich erschwert werden, was zu Zonuladialyse und Dezentrierung der Kunstlinse führen kann. Ergebnisse: Ein 70-jähriger Mann wurde im Dezember 2006 beidseits in unserem Hause operiert. Am rechten Auge zeigten sich präpoperativ deutlich PEX-Auflagerungen auf der Linse, während diese links nicht nachweisbar waren. Bei Cornea guttata und flacher Vorderkammer gestaltete sich die Operation am rechten Auge schwierig. Ein Kapselspannring wurde eingesetzt, um die Linsenkapsel für die Kunstlinsenimplantation zu stabilisieren. Nachdem die Operation des zweiten Auges komplikationsfrei verlief betrug der Visus OD/OS mit -0,25 dpt. sphärisch 1,0. Im Februar 07 stellte sich der Patient erneut vor: OD: -3,75/-0,50/110° = 1,0 Tensio: OD: 29mmHg OS: s.c. = 0,9 OS: 11mmHg Bei sonst regelrechtem und reizfreiem Befund zeigte sich rechts eine deutlich flachere Vorderkammer als links. In der der Pentacamuntersuchung betrug die Vorderkammertiefe rechts 3,93mm, links 5,21mm. Zur Besserung des Augendrucks wurde ein a2-Rezeptoragonist gegeben. Nach einer Woche betrug die Refraktion am: OD: -2,50 / -0,75 / 110° = 1,2 Tensio: OD: 22mmHg Mit dem Hintergedanken, die Vorderkammer zu vertiefen wurde eine periphere YAG-Iridotomie durchgeführt. Dies führte nicht zu dem gewünschten Erfolg. Allerdings stabilisierte sich die Vorderkammertiefe und die Refraktion soweit, dass eine Brille verschrieben werden konnte. Gelegentlich wird die hier unbeabsichtigt erreichte Monovision auch vom Patienten als hilfreich empfunden. Schlussfolgerungen: Das Pseudoexfoliationssyndrom kann auch noch Monate nach einer Katarakt-Operation zu einer axialen Subluxation der Kunstlinse in der Kapsel mit deutlicher Refraktionsänderung und Ansteigen des Augeninnendruckes führen. Daher sollten PEX-Patienten vor Augenoperationen intensiv aufgeklärt und danach deutlich länger betreut werden.
|
|