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AbstractSO.04.11 Zytokine im Kammerwasser als prognostische Parameter für eine Abstoßungsreaktion nach perforierender Keratoplastik Maier P., Heizmann U., Böhringer D., Reinhard T. Universitäts-Augenklinik Freiburg Ziel: Das Verteilungsmuster von Zytokinen im Kammerwasser könnte eine Vorhersage über die Entstehung von Immunreaktionen (IR) nach perforierender Keratoplastik (PKP) erlauben. Daher analysierten wir verschiedene Zytokine im Kammerwasser von Patienten zum Zeitpunkt einer PKP. Anschließend wurden diese Patienten prospektiv nach beobachtet. Es sollte überprüft werden, ob bei Patienten, die postoperativ eine IR durchmachten, vor der PKP ein anderes Zytokinmuster in Kammerwasser vorhanden war als bei Patienten, die keine IR entwickelten. Methode: Alle Proben wurden zu Beginn einer PKP gewonnen. In 87 Proben wurde aktives TGF-beta2 mittels ELISA bestimmt. Mit einem zytometrischen Bead Array wurden in 96 Proben Interleukin-1b, Interleukin-6, Interleukin-8 und Interleukin-12 , in 115 Proben Interleukin-10 (IL10) und TNF-alpha sowie in 19 Proben Interleukin 2 (IL2), Interleukin 4 (IL4), Interleukin 5 und Interferon gamma gemessen. Ergebnisse: Bei Patienten, die nach der PKP eine IR entwickelten, fanden sich im Kammerwasser vor der PKP statistisch signifikant höhere Werte an IL2 (Mittelwert (MW): ohne IR 1,9pg/ml (n=17), mit IR 3,8pg/ml (n=2), p<0,05) und IL4 (MW: ohne IR 1,9pg/ml (n=17), mit IR 5,8 pg/ml (n=2), p<0,05) als bei Patienten, die nach PKP keine Hinweise für eine IR zeigten. Für IL10 zeigte sich ein ähnlicher, jedoch statistisch nicht signifikanter Trend (MW: ohne IR 2,44pg/ml (n=84), mit IR 2,97pg/ml (n=31), p=0,06). Für alle übrigen Zytokine ergaben sich keine Unterschiede. Schlussfolgerungen: Die Bestimmung von IL2, IL4 und IL10 vor einer PKP könnte eine Risikoabschätzung bezüglich des Auftretens einer IR erlauben, da Patienten, die nach der PKP eine IR entwickelten, vor der PKP höhere Konzentrationen dieser Zytokine im Kammerwasser aufwiesen. Diese Vorhersagekraft soll durch eine langfristige Nachbeobachtung bestätigt werden, da bis zum jetzigen Zeitpunkt nur wenige Patienten eine IR entwickelt haben.
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