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AbstractFR.22.05 Die Entwicklung der Lidchirurgie Herde J. Wurden Lidoperationen bereits von C.A. Celsus (25 v.Chr. - 50 n. Chr.) und von Hippokrates (460-370 v. Chr.) überliefert, so auch die Rhinoplastik aus Indien (indische Methode), die durch den englischen Arzt Carpue in Europa bekannt wurde. 1442 führte Branca auf Sizilien die als italienische Methode bekannt gewordene Rhinoplastik durch, bis Tagliacozzi in Italien im 16. Jh. diese Methode übernahm. Bartisch beschrieb 1583 in seiner "Ophthalmoludaeia" ähnlich wie Paulus Aegineta 1589 ansatzweise einige Lidoperationen. In Deutschland wurde Carl Ferdinan v. Graefe mit den 1809, 1811, 1816 und 1818 vorgenommenen Rhino- und Blepharoplastiken zum Begründer der Blepharoplastik. Zeitgleich mit ihm hatte C.H. Dzondi in Halle die Unterlidbildung aus der Wange beschrieben. 1838 erschien das "Handbuch der plastischen Chirugie" von Eduard Zeis. Damit setzte die eigentliche, intensive Entwicklung der Lidchirugie ein. Die bis zu dieser Zeit etablierten Operationsverfahren wurden mehrfach abgewandelt und weiterentwickelt. Entscheidenes wurde von C.G. Fricke, J.F.Dieffenbach, A. Burow, F.A. v. Ammon, J. Lisfranc, E. Blasius, H. Kuhnt-Szymanowski, v. Blaskovics, J. Imre, S.A, Fox, W. Hughes, Wheeler, Anderson, Wies, Quickert, Smith, Jones, Cutler, Beard, Tenzel u.a. beigeragen. Das zunehmende Wissen über die Anatomie und Pathophysiologie des Lidapparates, innovative technische Ausrüstung und ausgefeiltere und individuell angepasste Operationsmethoden sowie optimierte Nachbehandlung gewährleisten diesem interessanten Teilgebiet der Augenheilkunde ein breitgefächertes Aufgabenspektrum und zufriedene Patienten. |
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