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Abstract

FR.11.08

Management der Hypotonie nach Glaukom-Operation

Wahl J. 
Augenklinik, Johannes-Gutenberg-Universität Mainz

Die Hypotonie stellt nach Trabekulektomie eine häufige Komplikation dar. Zunächst erfolgt eine Ablatio der Aderhaut und bei längerem Anhalten der Hypotonie eine Makulopathie, eventuell sogar eine Papillenschwellung e vacuo. Eine Ursache hierfür ist das zu gut funktionierende Sickerkissen mit einem zu starken Abfluß in das zu groß geratene Sickerkissen. Eine seltenere Ursache besteht in der Abhebung des Ziliarkörpers. Dabei bleibt das Sickerkissen flach und eine Vernarbung droht aufgrund eines zu geringen Durchflusses. Bei lang anhaltender Hypotonie drohen beiden Fällen irreversibler Visusverlust. Die chirurgischen und konservativen Behandlungsmethoden der Hypotonie werden vorgestellt. Bei Überfiltration bestehen erste Maßnahmen in der Drosselung des Durchflusses von Kammerwasser in das Sickerkissen. Die Applikation einer Kontaktlinse mit 15mm Durchmesser dient der Kompression des Sickerkissens. Das Absetzen von Steroiden beschleunigt den Heilprozeß, die orale Gabe von Acetazolamid Verringert die Kammerwasserbildung und somit den Durchfluß. Schließlich vermag ein Druckverband möglicherweise den Durchfluß von Kammerwasser zu reduzieren und einen Heilungsprozeß zu induzieren. Bleiben diese Maßnahmen ohne Erfolg, kann der Skleradeckel durch transkonjunktivale Nähte refixiert werden. Bei nur geringer Hypotonie vermag die Verkleinerung des Sickerkissens den Druck moderat zu erhöhen. Durch Eigenblutinjektion in das Sickerkissen wird ebenfalls versucht, eine verstärkte Heilung im Sickerkissen zu erzeugen.

 
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