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Abstract

SA.19.03

Innovationen in der nahtlosen minimal invasiven Vitrektomie

Wiechens B.
Klinik für Augenheilkunde, Klinikum Region Hannover Nordstadt

Ziel: Die Vitrektomie (PPV) hat sich über die letzten drei Jahrzehnte zu einem Standardverfahren mit guten Ergebnissen auch bei früher unbehandelbaren vitreoretinalen Erkrankungen entwickelt. Dabei besteht durch spezielle Schnitttechniken und Fibrinklebung der Bindehaut die Möglichkeit einer nahtlosen 20-gauge-PPV. Hiermit kann das gesamte Spektrum der vitreoretinalen Chirurgie abgedeckt. In den letzten Jahren haben neue Entwicklungen in der Instrumentenherstellung auch eine Operationstechnik ohne Bindehauteröffnung möglich gemacht. Mithilfe transkonjunktivaler/-skleraler Trokare kann das operative Trauma deutlich verringert werden. Systeme mit einem Durchmesser von 25-gauge bieten den Vorteil des geringsten Traumas. Nachteile sind jedoch trotz kürzlicher Verbesserungen das schmale Lumen mit geringerer Instrumentensteifheit und Einschränkungen in der peripheren Vitrektomie und Silikonölchirurgie. Neuere Systeme mit einem etwas größeren Durchmesser von 23-gauge weisen eine deutlich höhere Instrumentensteifheit auf. Dies kommt vor allem Operationen bei PVR/PDR mit Silikonölinjektionen zugute.
Methode: Aufgrund eigener Erfahrungen mit allen 3 Techniken an über 600 Fällen und einzelner Studienergebnisse sollen in diesem Referat die neuen Instrumentenentwicklungen besonders der 25- und 23-gauge PPV in Gegenüberstellung zur klassischen 20-gauge-Technik dargestellt und die Vor- und Nachteile diskutiert werden.
Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse und Komplikationsraten nach 25- und 23-gauge-PPV in Fällen mit Makulaerkrankungen (z.B. epiret. Gliose) sind vergleichbar. Die nahtlose 20-gauge-PPV ist im gesamten Indikationsspektrum einsetzbar ohne zusätzliche Instrumentenkosten zu verursachen. Einschränkung ist das größere operative Trauma. Die 23-gauge-PPV hat das Potential die Vorteile der transkonjunktivalen Vitrektomie mit der nahtlosen 20-gauge Technik zu vereinen und wird deshalb in Zukunft einen größeren Stellenwert einnehmen.

 
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