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AbstractSO.06.02 Mitomycin C bei der therapeutischen Excimerlaser-Behandlung: Ausgewählte Fallbeispiele und Literaturübersicht Linke S. J.1,2, Klemm M.1, Haberland P.2, Richard G.1, Katz T.1,2 1Zentrum für Refraktive Chirurgie, Klinik- und Poliklinik für Augenheilkunde des Universitätsklinikums Eppendorf, Hamburg, 2CareVision Medical Services Ziel: Wir berichten über eine Fallserie (n=5) von phototherapeutischen Keratektomien (PTK) mit dem Excimerlaser zur Behandlung unterschiedlicher Hornhautpathologien mit zusätzlich einmalig intraoperativer Applikation von topischem 0.02% Mitomycin C (MMC). Methode: Interventionelle Fallberichte und Literaturübersicht. Mit dem Excimerlaser (Allegretto; Firma Wavelight, Erlangen) wurde eine 7-mm kreisrunde optische Zone behandelt. Dies entspricht einer 8,9 mm (Durchmesser) großen Behandlungszone. Die Ablationstiefe variierte zwischen 20µm-130µm. Im Fall der nodulären Degeneration nach Salzmann wurde vor der Laserbehandlung eine superfiziell lamelläre Keratektomie mit dem Hockeymesser durchgeführt. Die bestkorrigierte Sehschärfe wurde prä- und bis zu 9 Monate postoperativ bestimmt. Additiv wurde eine konfokale in-vivo-Mikroskopie (HRT II Rostock Cornea Modul) und eine Hornhauttopographie (Orbscan II; Bausch & Lomb) durchgeführt. Ergebnisse: Die bestkorrigierte Sehschärfe verbesserte sich in allen behandelten Fällen. Ein Rezidiv der Erkrankung wurde bis 9 Monate nach der Behandlung nicht beobachtet und die Hornhaut blieb klar. Die Zeit bis zum kompletten Epithelschluß nach MMC-Behandlung war regelrecht (i.e. <4 Tage nach Behandlung) und toxische MMC bedingte Nebenwirkungen (Einschmelzung der Hornhaut oder Sklera, limbale Stammzellinsuffizienz) traten im 9 Monat follow-up nicht auf. Schlussfolgerungen: Die topische Applikation von MMC in Kombination mit der PTK scheint eine sichere und effektive Behandlungsmethode von rezidivierenden Hornhautpathologien zu sein (bröcklige Hornhautdystrophie, noduläre Degeneration nach Salzmann, rezidivierende Narben nach Pterygiumexzision). Die konfokale in-vivo-Mikroskopie hat sich als hilfreich bei der Erstellung eines individuellen Behandlungsplanes erwiesen und könnte in Zukunft ein fester Bestandteil in der Früherkennung von Rezidiven nach PTK werden.
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