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Abstract

SO.04.05

Darstellung kornealer Veränderungen nach kollagener Quervernetzung bei Keratokonus mittels konfokaler in-vivo Laser-Scanning-Mikroskopie

Knappe S., Stachs O., Zhivov A., Guthoff R.
Universitäts-Augenklinik Rostock

Ziel: Der Keratokonus ist eine vorwiegend bilateral auftretende Hornhautdegeneration, die durch eine zentrale Ausdünnung und kegelförmigen Vorwölbung der Hornhaut meist mit einer progredienten Visusminderung einhergeht. Bislang stand bei fortgeschrittenen Fällen als einzige Therapieoption eine Keratoplastik zur Verfügung. Eine neue therapeutische Möglichkeit stellt die so genannte Quervernetzung dar, mit der das Fortschreiten des Keratokonus durch Verfestigung des Hornhautstromas mittels photochemischer Vernetzung der kollagenen Fasern verhindert werden soll. Das Ziel der Studien bestand darin, die Hornhautveränderungen nach kornealer Quervernetzungstherapie zu untersuchen.
Methode: Fünf Patienten (5 Augen) mit progredientem Keratokonus wurde mit der photochemischen Vernetzungsmethode mit Riboflavin und UVA-Licht behandelt. Neben den üblichen Untersuchungsmethoden erfolgte eine prä- sowie postoperative Untersuchung mit der konfokalen in-vivo Laser-Scanning-Mikroskopie. Der Nachuntersuchungszeitraum betrug 12 Monate.
Ergebnisse: Eine vollständige Regeneration des Hornhautepithels zeigte sich bereits 1 Woche nach der Therapie. Der subepitheliale Nervenplexus war nach der Behandlung konfokalmikroskopisch nicht darstellbar. Direkt nach der Therapie imponierte das vordere Hornhautstroma waabenartig ohne Darstellung der typischen hyperreflektiven Keratozytenkerne. Hierbei könnte es sich um aktivierte Keratozyten handeln, die mit ihrem Zytoplasma und Zytoplasmaausläufer die hochreflektierenden Zellkerne umschließen. Ca. 6 Monate postoperativ war das Hornhautstroma wieder regulär konfiguriert. Das Endothel stellte sich konfokalmikroskopisch nach der Therapie in Zelldichte und -morphologie zu jedem Zeitpunkt regelrecht dar.
Schlussfolgerungen: Die konfokale in-vivo Laser-Scanning-Mikroskopie ist eine leicht durchführbare Untersuchungstechnik, die es ermöglicht, strukturelle Veränderungen in der Hornhaut (Epithel, Stroma, Endothel) nach kollagener Quervernetzung mit Riboflavin und UVA-Licht reproduzierbar darzustellen.

 
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