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Abstract

P 241

Sympathische Ophthalmie nach Endoresektion eines malignen Melanoms der Aderhaut

Hartmann K., Strauss R. W., Schaller U., Kampik A., Thurau S.
Augenklinik der Ludwig-Maximilians-Universität, München

Ziel: Die sympathische Ophthalmie ist eine seltene autoimmunbedingte, granulomatöse Uveitis, deren Hauptursache perforierende Verletzungen und die intraökuläre Chirurgie darstellen.
Methode: Bei einer 22-jährigen Patientin wurde funduskopisch und sonographisch ein amelanotischer subretinalen Tumor weit anterior mit exsudativer Ablatio retinae und Infiltration des Ziliarkörpers diagnostiziert.
Ergebnisse: Nach präoperativer Radiatio durch das Gamma-Knife und Applikation einer Ruthenium106-Plombe, erfolgte eine Endoresektion des Tumors in einer auswärtigen Klinik durch pars-plana-Vitrektomie mit Silikonölauffüllung. Es folgten weitere chirurgische Eingriffe aufgrund von Komplikationen, wie Kataraktbildung, Sekundärglaukom durch Silikonödispersion und Reablatio totalis. 6 Monate nach Bestrahlung des Tumors wurde am kontralateralen Auge ein Entzündungszustand festgestellt und der V. a. eine sympathische Opthalmie gestellt. 4 Wochen später wurde das rechte Auge enukleiert. Die histologische Aufarbeitung ergab ein diffuses, nichtgranulomatöses, entzündliches Infiltrat im Bereich der Bestrahlung und in der Aderhaut.
Schlussfolgerungen: Die sympathische Ophthalmie nach Endoresektion eines malignen Melanoms bleibt ein Einzelfall. Dennoch müssen Patienten, welche bei malignem Melanom der Aderhaut einer chirurgischen, bulbuserhaltenden Therapie unterzogen werden, über diese seltene Komplikation aufgeklärt werden. Die besondere Problematik ergibt sich aus der Kontraindikation für eine immunsuppressive Therapie bei einem potentiell metastasierenden Tumor.

 
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