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Abstract

SA.09.07

Klinische Anwendung der digitalen Integrationsmethode (DIM) – eine präzise Korrelation von Angiographie und OCT

Hassenstein A.1, Inhoffen W.2, Scholz F.3, Richard G.1
1Universitäts-Augenklinik Hamburg Eppendorf; 2Universitäts-Augenklinik Tübingen; 3Datamedical Consulting, Hamburg

Ziel: Klinische Anwendung der neuen digitalen Integrationsmethode (DIM) zur anatomisch exakten, objektiven Korrelation von Angiographie und OCT.
Methode: Korrespondierende Gefäßgabelungen und die OCT-Scanposition werden im zeitgleichen OCT und FLA markiert. Pathologische Areale im OCT können in der FLA korreliert werden. Zur besseren OCT-Fundusbildqualität wurde ein Fundus Enhancement System (FES) entwickelt. Über ein Retinal Tracking System (RTS) können Augenbewegungsartefakte korrigiert werden. DIM wurde bei 250 Patienten mit Makulaerkrankungen angewendet.
Ergebnisse: Mit FES konnte DIM bei 97% der Patienten erfolgreich angewendet (gegenüber 25% ohne FES). Mit dem RTS konnte bei allen Patienten über eine Videoaufnahme sichtbare Bewegungsartefakte erfasst werden. Fälle mit eindeutigem FLA-Befund zeigten eine hohe Übereinstimmung (66%) mit dem OCT-Befund. In 33% fand sich eine Diskrepanz zwischen FLA und OCT-Befund, vor allem bei Leckagen unklarer Genese. Bei der altersbedingten Makuladegeneration (AMD) enthüllte DIM ein morphologisch heterogenes Bild von serösen, soliden RPE-Abhebungen und chorioidaler Neovaskularisation (CNV) und ließ die Pathologien in präziser Topographie abbilden. Die Läsionsgröße der klassischen CNV mit hypofluoreszentem Halo war im OCT größer als in der FLA. Die okkulten Leckagen / CNV zeigten in 75% anteilig RPE-Abhebungen (serös 2/3, solide 1/3), die angiographisch nicht erkennbar waren.
Schlussfolgerungen: Mit DIM können unklare angiographische Phänomene topographisch zugeordnet werden, deren Kenntnis therapeutisch wirksam sein kann (Meiden von RPE-Abhebungen). Bei der klassischen CNV zeigt sich durch DIM eine größere Läsion im OCT als im FLA vermutet. Auf die Therapie der gesamten Läsion muß geachtet werden. Augenbewegungsartefakte können neuerdings mit DIM, FES und RTS eliminiert werden, so dass ein grundsätzlicher Schwachpunkt bisheriger OCT-Aufnahmen ausgeglichen werden kann. Mit DIM kann die OCT-Scanlage im Verlauf nun zuverlässig und sicher beurteilt werden, was für die Aussagekraft von OCT-Studien essentiell ist.

 
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