DOG Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft 105. DOG-Kongress
  English Site  
  105. DOG-Kongress Home

Grußworte
Organisation, Termine
Ablauf des Kongresses
Preise

Wissenschaftliches Programm
Eröffnungsveranstaltung
Festakt: 150 Jahre DOG
Donnerstag, 20.September
Freitag, 21.September
Samstag, 22.September
Sonntag, 23.September
Poster Sessions
Symposien
Kurse
Satellitenprogramm

Hinweise, Informationen
Rahmenprogramm
Sponsoren, Industrie

DOG-Homepage
 

Abstract

DO.16.03a

Intrastromale refraktive Hornhautchirurgie unter Einsatz des Femtosekunden-Lasers

Meltendorf C.1,2, Ohrloff C.1, Deller T.2
1Zentrum der Augenheilkunde, Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt am Main; 2Institut für klinische Neuroanatomie, Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt am Main

Die refraktive Hornhautchirurgie hat sich aufgrund der gut vorhersagbaren und stabilen Ergebnisse sowie der geringen Komplikationsraten zur Korrektur von Brechkraftfehlern etabliert. Bei allen bislang eingesetzten Verfahren ist jedoch eine Verletzung des Hornhautepithels notwendig, wodurch Infektionen und Wundheilungsstörungen auftreten können. Mit der Entwicklung von Femtosekunden (fs)-Lasern ist es möglich geworden intrastromal Gewebe durch Plasmabildung abzutragen, ohne das Epithel zu verletzen. Im Referat sollen neben den Ergebnissen bislang veröffentlichter Studien zur intrastromalen Gewebeablation eigene in-vivo-Untersuchungen zur kornealen Wundheilungsreaktionen nach intrastromaler fs-Laser-Keratotomie vorgestellt werden. In diesen wurde die Aktivierung, Proliferation und Apoptose von Keratozyten als auch die Expression extrazellulärer Matrix untersucht. Wir konnten zeigen, dass nach intrastromaler Gewebeablation eine hypozelluläre Narbe geringer Reflektivität entsteht. Eine Differenzierung von Keratozyten in Fibroblasten blieb aus. Histologisch fanden sich weder Zeichen einer Entzündungsreaktion noch einer Infektion, wobei weder anti-inflammatorische noch antibiotische Medikamente eingesetzt wurden. Die Wundheilungsreaktion nach intrastromaler Gewebeablation war im Vergleich zu Verfahren mit zusätzlicher epithelialer Verletzung deutlich reduziert. Die fs-Laser-Keratotomie scheint daher eine Technik zu sein, die mit einer minimalen Narbenbildung und einem geringen Infektionsrisiko einhergeht. Da in früheren Studien gezeigt werden konnte, dass mit Hilfe der fs-Laser-Ablation eine Abflachung der Hornhaut erreicht werden kann und dass die erzielten refraktiven Effekte stabil sind, sollten Studien folgen, in denen das klinische Potential selektiver intrastromaler Ablationstechniken für die Behandlung von Refraktionsfehlern untersucht wird.

 
Zurück    
Seitenanfang