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AbstractP 171 Einsatz der Zernike-Analyse zur Brechkraftbestimmung auf der Basis von topologischen Vermessungen und Wellenfront-Simulationen Guth H.1, Hellmann A.1, Scherer K. P.1, Sieber I.1, Stiller P.1, Wackernagel W.2 1Institut für Angewandte Informatik, Forschungszentrum Karlsruhe GmbH; 2Universitäts-Augenklinik Graz Ziel: Um bei Katarakt-Eingriffen dem Patienten die für ihn optimale IOL zu implantieren, muss die richtige Brechkraft für die IOL bestimmt werden. Dazu wird üblicherweise die Krümmung der vorderen Hornhautfläche herangezogen. Wurde jedoch ein refraktiver Eingriff an der Kornea (PRK, LASIK, etc.) vorgenommen, sind die Krümmungsverhältnisse von vorderer zu hinterer Kornea-Fläche verändert. Daher müssen bei der Berechnung der Gesamtbrechkraft Korrekturen vorgenommen oder die Topologien beider Kornea-Flächen berücksichtigt werden. Methode: Zur Analyse der Geometrien beider Kornea-Flächen werden zum einen Sphären an die topologischen Messdaten angefittet, zum anderen die Koeffizienten von Zernike-Polynomen an diese geometrischen Messdaten angepasst. Als weitere Methode werden die vermessenen Topologien der beiden Kornea-Flächen für eine Wellenfront-Simulation herangezogen und diese mit Hilfe von Zernike-Polynomen analysiert. Ergebnisse: Mit den gefundenen Krümmungsradien der beiden Kornea-Flächen und den bekannten Brechungsindices konnte die Gesamt-Brechkraft bestimmt werden. Ebenso wurde aus der Geometrie-Analyse der Kornea-Flächen mit Hilfe von Zernike-Polynomen auf die Einzel-Brechkräfte geschlossen und damit die Gesamtbrechkraft berechnet. Aus den ermittelten Zernike-Koeffizienten der Wellenfront-Simulation konnte die Gesamtbrechkraft der Hornhaut abgeleitet werden. Die oben genannten Methoden wurden sowohl auf berechnete ideale Kornea-Formen als auch auf vermessene Kornea-Geometrien realer Patientenaugen angewandt. Schlussfolgerungen: Die untersuchten Methoden sind geeignet, die Gesamtbrechkraft der Hornhaut zu bestimmen, wobei mit Hilfe der Zernike-Koeffizienten ein eventuell vorhandener Hornhaut-Astigmatismus mit erfasst und bei der Auswahl der IOL berücksichtigt werden kann. Bei der Wellenfront-Analyse gilt dies auch für Aberrationen höherer Ordnung.
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