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Abstract

P 065

Korrelation von optischer Kohärenztomografie, Scanning-Laser-Polarimetrie und statischer Perimetrie bei neuroophthalmologischen Optikusatrophien

Staubach F., Jehle T., Cotto A., Lagrèze W. L.
Universitäts-Augenklinik Freiburg

Ziel: Nervenfaserdefekte bei Optikusatrophien manifestieren sich als strukturelle und funktionelle Defizite. Strukturelle Defizite können durch Messung der Nervenfaserschichtdicke mittels optischer Kohärenztomografie (OCT) oder Scanning-Laser-Polarimetrie (GDx) quantifiziert werden, funktionelle Defizite mittels statischer Perimetrie. Die Zusammenhänge der genannten Untersuchungen sind für glaukomatöse Optikusatrophien beschrieben. In dieser Arbeit soll die Korrelation der Messverfahren bei neuroophthalmologischen Optikusatrophien untersucht werden.
Methode: Von 27 Patienten wurden 38 Augen mit dem Stratus-OCT [durchschnittliche Nervenfaserschichtdicke, RNFL-Thickness-3.4-Parameter] untersucht, 42 mit dem GDxVCC [durchschnittliche Nervenfaserschichtdicke, SNIT-Parameter] und 44 mit dem Octopus 101 [mittlere Defekttiefe, MD]. Bei allen Fällen von Optikusatrophie handelte es sich um inaktive Endzustände; die ursprünglichen Ursachen waren kompressiver, ischämischer, entzündlicher oder hereditärer Natur. Für Vergleiche zwischen OCT, GDx und Octopus wurden lineare Regressionsanalysen erstellt.
Ergebnisse: Der Determinationskoeffizient zwischen OCT und GDx liegt bei r2=0,40 (p<0,0001), zwischen OCT und Octopus bei r2=0,33 (p<0,0005) und zwischen GDx und Octopus bei r2=0,62 (p<0,0001).
Schlussfolgerungen: Bei neuroophthalmologischen Optikusatrophien korrelieren die Nervenfaserschichtanalysen mittels optischer Kohärenztomografie und Scanning-Laser-Polarimetrie sowohl untereinander als auch mit der statischen Perimetrie. Das Ausmaß einer neuroophthalmologischen Optikusatrophie kann folglich durch OCT und GDx geschätzt werden. Beide Messverfahren können somit die Basisdiagnostik um objektive und quantitative Parameter ergänzen.

 
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