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Abstract

FR.23.02

Antimikrobielle Peptide an der Augenoberfläche

Garreis F. 
Institut für Anatomie und Zellbiologie, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Halle/Saale

Das Krankheitsbild Trockenes Auge (Kerato-Konjunktivitis sicca) ist eine der weltweit häufigsten, chronischen Erkrankungen an der Augenoberfläche. Darunter werden alle Symptome zusammengefasst, die eine verminderte Benetzung der Augenoberfläche mit Tränenflüssigkeit verursachen. Hierfür sind eine Vielzahl exogener Faktoren (Bildschirmarbeit, Klimaanlagen) aber auch zahlreiche Allgemein- und Systemerkrankungen (Sjörgren-Syndrom, Diabetes mellitus, rheumatische Erkrankungen) verantwortlich. Aus klinischer Sicht ist bekannt, dass Patienten mit einem Trockenen Auge vermehrt anfällig für Infektionserkrankungen an der Augenoberfläche sind. In der Tränenflüssigkeit sind verschiedene konstitutive und induzierbare antimikrobielle Peptide (AMPs) enthalten, die eine Schlüsselrolle im angeborenen Immunsystem einnehmen und eine breite antimikrobielle, antifungizde und antivirale Potenz offenbaren. Über die Wirkung von AMPs auf andere Bestandteile des Tränenfilms sowie auf die Regulation der Expression untereinander liegen nahezu keine Befunde vor. Das angestrebte Projekt hat das Ziel eine Landkarte der Verteilung einiger exemplarischer AMPs (Psoriasin, Angiogenin, humane b-Defensine) an der Augenoberfläche zu generieren, sowie die Expressionsregulation der AMPs untereinander und zu anderen Molekülen des angeborenen Immunsystems aufzuklären. Die Ergebnisse sollen zum besseren Verständnis der Regulationsmechanismen und Wirkungsweise im Hinblick auf einen therapeutischen Einsatz rekombinanter AMPs an der Augenoberfläche, insbesondere beim Trockenen Auge, beitragen.

 
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