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Abstract

DO.19.02

Therapiekonzepte und Behandlungsergebnisse maligner Orbitatumoren im Kindesalter

Sterker I.1, Bierbach U.2
1Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde, 2Klinik und Poliklinik für Kinder und Jugendliche, Universitätsklinikum Leipzig

In Deutschland erkranken jährlich 1700 Kinder und Jugendliche an Krebs, 500 davon sterben. Die Orbita ist mit 8 % ein seltener Manifestationsort für maligne Erkrankungen im Kindesalter.
Der häufigste primäre Orbitatumor ist das Rhabdomyosarkom mit etwa 60 Neuerkrankungen pro Jahr in Deutschland. Bei den sekundären orbitalen Erkrankungen handelt es sich vor allem um Metastasen von Neuroblastomen oder hämatologischen Erkrankungen. Die Diagnostik und Therapie dieser Tumoren erfolgt interdisziplinär. Sie umfassen die bildgebende Diagnostik, sowie eine inzisionale Biopsie zur histologischen Diagnosesicherung.
Die Behandlung primärer und sekundärer maligner Orbitaerkrankungen erfolgt onkopädiatrisch im Rahmen von Therapieoptimierungsstudien mit multimodalem Therapieschema, welche die Chirurgie und Polychemotherapie mit oder ohne Bestrahlung einschließen. Anhand von Krankheitsverläufen werden die aktuellen Bahandlungsstrategien, die Therapieergebnisse sowie die Rolle des Augenarztes bei der Betreuung von Patienten mit diesen seltenen Erkrankungen dargestellt.
Die Aufgaben des Augenarztes bei der Betreuung von Kindern mit malignen Orbitaerkankungen umfassen die frühzeitige klinische Diagnosestellung einschließlich der Tumorbiopsie zur Diagnosesicherung sowie ein engmaschiges Monitoring der visuellen Funktionen und das Management von okulären Komplikationen.

 
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