DOG Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft 105. DOG-Kongress
  English Site  
  105. DOG-Kongress Home

Grußworte
Organisation, Termine
Ablauf des Kongresses
Preise

Wissenschaftliches Programm
Eröffnungsveranstaltung
Festakt: 150 Jahre DOG
Donnerstag, 20.September
Freitag, 21.September
Samstag, 22.September
Sonntag, 23.September
Poster Sessions
Symposien
Kurse
Satellitenprogramm

Hinweise, Informationen
Rahmenprogramm
Sponsoren, Industrie

DOG-Homepage
 

Abstract

P 179

Vorderkammertiefe und Position der Hinterkammerlinse nach Katarakt-Operation mit kombinierter hinterer Kapsulorhexis und hinterem Einknöpfen der Linsenoptik

Stifter E., Menapace R.
Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie, Medizinische Universität Wien

Ziel: In einer prospektiven, randomisierten Studie wurde die Vorderkammertiefe (ACD) und Position der Hinterkammerlinse (HKL) nach standardisierter Katarakt-Operation mit kombinierter hinterer Kapsulorhexis (PCCC) und hinterem Einknöpfen der Linsenoptik (POBH) bei 23 Patienten mit altersbedingter bilateraler Katarakt im zeitlichen Verlauf evaluiert.
Methode: In randomisierter Reihenfolge erfolgte an einem Auge eine Katarakt-Operation mit konventioneller in-the-bag Implantation der HKL. Am Partnerauge erfolgte die Katarakt-Operation mit kombinierter PCCC und POBH. Die Vorderkammertiefe wurde präoperativ sowie 2, 6, 24 Stunden, 1 Woche und 1 Monat postoperativ mittels "Partial Coherence Interferometry" (AC-Master®, Fa. Zeiss) gemessen und statistisch verglichen.
Ergebnisse: Postoperativ kam es bei Augen mit konventioneller in-the-bag Implantation der HKL zu einer fibrosebedingten statistisch signifikanten Vorwärtsbewegung der HKL (p<0.001; mittlere Differenz: 0.48±0.6 mm). Im Gegensatz dazu blieb die axiale HKL-Position bei PCCC/POBH- Augen unverändert: es bestand kein statistisch signifikanter Unterschied zwischen den ACD-Messungen 2 Stunden (4.651±0.47mm) und 1 Monat (4.73±0.532 mm) postoperativ (p=0.6; mittlere Differenz: -0.08±0.24 mm).
Schlussfolgerungen: Das Einknöpfen der Linsenoptik in eine hintere Kapsulorhexisöffnung führt zur Bildung eines stabilen Diaphragmas aus HKL-Optik und Linsenkapsel und verhindert eine Fibrose des vorderen Kapselblattes, wodurch die Stabilität der HKL-Position signifikant erhöht und fibrosebedingten Vorwärtsbewegungen entgegengewirkt wird. Die sofortige Stabilisierung der axialen Position der Optik und die geringe Streuung derselben erlauben eine bessere Vorhersagegenauigkeit der Refraktion und ein sofortiges Verschreiben der endgültigen Brillenkorrektur.

 
Zurück    
Seitenanfang