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Abstract

SA.08.02

Fixationsstabilität bei idiopathischen makulären Teleangiektasien Typ II in Relation zu fovealer Sensitivität, Visus und Lesegeschwindigkeit

Finger R. P., Charbel Issa P., Helb H. M., Holz F. G., Scholl H. P. N.
Universitäts-Augenklinik Bonn

Ziel: Da bei idiopathischen makulären Teleangiektasien vom Typ 2 (Typ2-IMT) im Verlauf der Krankheit parafoveale Skotome auftreten (ARVO 2006 #5210) nahmen wir an, dass der Lesevisus trotz stabiler zentraler Fixation beeinträchtigt sein könnte. Daher wurden Fixationsstabilität, Fernvisus, Lesevisus und -geschwindigkeit bei Patienten mit Typ2-IMT untersucht.
Methode: 54 Augen von 27 Patienten (49-79 Jahre; Mittelwert 63 Jahre) mit Typ2-IMT wurden ophthalmoskopisch und mittels optischer Kohärenztomogoraphie (OCT3) und Fluoreszeinangiographie untersucht. Der bestkorrigierte Visus wurde mittels ETDRS-Tafeln (Fernvisus) und Radner Lesetafeln (Lesevisus und -geschwindigkeit) bestimmt. Eine Fundus-kontrollierte statische Schwellenperimetrie wurde mit dem Nidek MP1 durchgeführt. Die Fixationsstabilität wurde über einen Zeitraum von 30s geprüft und als Bivariate Contour Ellipse Area (BCEA), in der das Fixierobjekt 68% der Zeit abgebildet wurde, berechnet. Einige Augen (n=4) wurden von der Berechnung ausgeschlossen, da entweder mehrere bevorzugte Fixationspunkte oder eine nicht normale Verteilung der Fixationspunkte vorlagen. Die BCEA wurde mittels T-Tests und Korrelationen analysiert.
Ergebnisse: Die BCEA der meisten Augen war im Normalbereich (Mittelwert 665.17 minArc2; 161.53 - 2726.62; publizierte Normalwerte für ähnliche Fixationsobjekte: <1286.9 minArc2). Der Fernvisus betrug im Mittel 0,5 (0,1 – 1,0), der Lesevisus im Mittel 0,4 (0,16 – 1,0) und die maximale Lesegeschwindigkeit im Mittel 153 Wörter/min. Lesevisus und –geschwindigkeit korrelierten mit dem Fernvisus (p=0.01). Die Foveale Sensitivität betrug im Mittel 14.25 dB (0 – 20 dB) und war höher bei besserem Fernvisus.
Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse bestätigen die Hypothese, dass fortgeschrittene Typ2-IMT mit einem funktionalen Verlust trotz stabiler zentraler Fixation einhergehen. Dies ist am ehesten auf parafoveale Skotome zurückzuführen. Lesevisus und -geschwindigkeit sind wiederum gute Prädikatoren für die Visus-bezogene Lebensqualität, welche bei Patienten mit die Typ2-IMT reduziert sein dürfte.

 
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