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105. DOG-Kongress Home
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AbstractP 064 Hochdosisbehandlung mit Methylprednisolon (MP) schützt weder retinale Ganglienzellen noch die Sehfunktionen nach einer okulären Ischämie in Ratten Dimitriu C., Jehle T., Meschede W., Lasseck J., Bach M., Lagrèze W. Universitäts-Augenklinik Freiburg Ziel: Methylprednisolon (MP) wird häufig in der Therapie von Sehnerventrauma und -entzündung eingesetzt. In Tiermodellen wirkte es einerseits neuroprotektiv nach Quetschung des Sehnervs, andererseits wurden negative Effekte in einem Modell für experimentelle Autoimmunenzephalitis gezeigt. Die vorliegende Studie untersuchte die Wirkung von MP auf das Überleben retinaler Ganglienzellen (RGZ) und auf die Funktion von Retina und Sehnerven nach okulärer Ischämie. Methode: Eine okuläre Ischämie wurde für 55 min durch Erhöhung des Augendrucks auf 120 mmHg in Brown-Norway Ratten induziert. 15 mg/kg MP oder NaCl wurden direkt nach der Ischämie, sowie alle 12 Stunden für 3 Tage intraperitoneal appliziert. Die RGZ wurden 4 Tage nach Ischämie retrograd markiert und 6 Tage später quantifiziert. Die Funktion der Netzhaut wurde eine Woche nach Ischämie mittels Elektroretinographie (ERG) bestimmt. Die Sehfunktion wurde mittels in Helligkeit und Frequenz modulierter visuell evozierter Potentiale (VEP) am 4. und 10. postischämischen Tag untersucht. Ergebnisse: Die okuläre Ischämie reduzierte die überlebenden RGZ auf 47±3% (Mittelwert ± SEM) bei den MP-Tieren und auf 47±3% bei den NaCl-Tieren. Es unterschieden sich weder die Antworten der skotopischen a- und b-Welle, der oszillatorischen Potentiale noch die der photopischen Flimmerantworten. 4 Tage nach Ischämie waren die VEPs durch MP signifikant erhöht, auf 77±9% nach Frequenz-modulierter Stimulation, und 77±9% nach Stimulation mit unterschiedlichen Helligkeiten, verglichen zu 45±7% und 37±7% in der NaCl-Gruppe. Zehn Tage nach Ischämie war dieser Unterschied aufgehoben. Schlussfolgerungen: Die Behandlung mit MP änderte weder das Überleben der RGZ noch die Netzhautfunktion. Eine positive Wirkung auf VEP zeigte sich nur kurzfristig. In diesem Schädigungsmodell scheint die Behandlung mit MP ohne Effekt für retinale Neurone zu sein.
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