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Abstract

DO.03.07

Behandlung der kindlichen Katarakt – State of the art

Lagrèze W. A.
Universitäts-Augenklinik Freiburg

0,4% aller Kinder haben eine angeborene Linsentrübung. Bei 0,03% ist sie optisch wirksam. In zwei Drittel der Fälle ist sie beidseitig. In der Hälfte der Fälle tritt sie isoliert auf, in einem Viertel ist sie hereditär und in einem weiteren Viertel mit anderen Erkrankungen assoziiert. Die Behandlung der kongenitalen und frühkindlichen Katarakt ruht auf den drei Säulen Operation, Refraktion und Amblyopiebehandlung. Die einseitige kongenitale Katarakt sollte innerhalb der ersten sechs Lebenswochen operiert werden, bei einer beidseitigen kann bis zur 10. Lebenswoche gewartet werden. Die Aphakiekorrektion erfolgt meist durch formstabile, hoch sauerstoffdurchlässige Linsen aus Fluorsilikonacrylat. Eine Analyse des eigenen Krankengutes ergab, dass der mediane Visus bei beidseitiger Katarakt bei 0,32 und bei einseitiger Katarakt bei 0,18 liegt. In beiden Fällen zeigte sich eine Abhängigkeit des Visusergebnisses vom Operationszeitpunkt. Frühoperierte Kinder erzielten in Einzelfällen Sehschärfen von bis zu 0,8. Nach Versorgung der beidseitigen Katarakt ließ sich Simultansehen in 60%, nach einseitiger in 25% erzielen. Wird die Indikation zur Kataraktoperation nach dem zweiten Lebensjahr gestellt, führen wir eine Phakoemulsifikation mit Implantation einer faltbaren, hydrophoben Acryllinse durch und entfernen über einen Pars plicata Zugang das Zentrum der Hinterkapsel und den vorderen Glaskörper. In dem Referat sollen dargestellt werden: Chirurgisches Vorgehen in Abhängigkeit vom Lebensalter, Visusergebnisse, Planung der IOL-Implantation sowie Daten, welche im Herbst 2006 im Rahmen einer deutschlandweiten Umfrage zum Vorgehen bei diesem Erkrankungsbild erhoben wurden.

 
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