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Abstract

FR.23.03

Relaxin und Trockenes Auge

Hampel U.
Institut für Anatomie und Zellbiologie, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Ziel: Die angestrebten Untersuchungen sollen die Bedeutung des Peptidhormons Relaxin und seiner Rezeptoren in der Pathogenese des Sicca-Syndroms analysieren.
Methode: Zur qualitative Analyse der Expression von Relaxin-2 und seinen Rezeptoren LGR7 und LGR8 in Tränendrüsengewebe, Kornea- und Konjunktivaepithel und Gewebeproben der ableitenden Tränenwege, an Gewebeproben von Patienten mit verschiedenen Augenoberflächenerkrankungen, an einer Kornea- und einer Konjunktivaepithelzelllinie sowie einer Sebozytenzelllinie werden mittels Immunhistochemie, Real-Time PCR und ELISA Untersuchungen durchgeführt. Mit Hilfe eines ELISAs soll die Konzentration von Relaxin-2 im Blut und in der Tränenflüssigkeit von Probanden und Patienten mit Erkrankungen der Augenoberfläche insbesondere von Patienten mit trockenem Auge verglichen werden. Die in-vitro-Regulation der Matrixmetalloproteinasen (MMP) -1, -3 und -9 nach Relaxinstimulation in kultivierten Kornea- und Konjunktivaepithelzellen soll unter Verwendung eines ELISAs untersucht werden. Nach Androgenstimulation wird die in-vitro-Regulation von Relaxin in kultivierten Korneaepithelzellen mittels Real-Time PCR und ELISA analysiert.
Ergebnisse: In Voruntersuchungen konnten Relaxin und seine Rezeptoren LGR7 und LGR8 mit Hilfe immunhistochemischer Untersuchungen in Gewebe der Tränendrüse, der Konjunktiva, in Meibom-Drüsen sowie im Epithel von Tränensack und Tränennasengang nachgewiesen werden. Mittels RT-PCR gelang es, den Relaxin-Rezeptor LGR7 in Gewebeproben aus der Tränendrüse, den ableitenden Tränenwegen, der Konjunktiva und der Kornea nachzuweisen. Außerdem war der Relaxin-Rezeptor LGR8 in Tränendrüse und ableitenden Tränenwegen, nicht aber in Konjunktiva oder Kornea nachweisbar. Relaxin-2 wird in der Korneaepithelzelllinie exprimiert.
Schlussfolgerung: Die Ergebnisse lassen die Vermutung zu, dass Relaxin im Rahmen der physiologischen Regulation der Augenoberfläche und des Tränenapparates eine Bedeutung zukommt und somit auch in der Ätiologie und Pathogenese des Trockenen Auges eine Rolle spielen könnte. Diese Rolle soll im vorliegenden Projekt untersucht werden.

 
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