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AbstractP 199 GDxVCC: Dynamik des Nervenfaserverlustes bei AION Schmidt E., Boehm A. G., Pillunat L. E. Universitäts-Augenklinik Dresden Ziel: Im Rahmen der AION kommt es nachfolgend zu Nervenfaserverlusten. Ziel der Studie war die Erfassung der Dynamik dieses Nervenfaserverlustes mittels GDxVCC über 10 Wochen. Methode: 21 Augen von 21 Patienten (mittl. Alter: 65 Jahre) mit AION und resultierendem inferioren GF-Defekt wurden 1-4 Tage nach dem Primärereignis mit dem GDxVCC untersucht (Baseline). Jeweils 2,4,6,8 und 10 Wochen nach der Baseline wurden Verlaufsuntersuchungen durchgeführt. 12 Patienten erreichten den Studienendpunkt bei 10 Wochen. Dabei wurden auch der Visus und das Gesichtsfeld (GF, Humphrey Field Analyzer 30-2) bestimmt. Ergebnisse: GDx-Parameter (in % zur Baseline (außer NFI) nach 2,4,6,8 und 10 Wochen) ± SD: RNFL Durchschnitt: 91±10, 86±13, 77±10, 73±9, 74±7; RNFL superior: 78±10, 70±9, 64±7, 61±9, 63±10; RNFL inferior: 103±15, 97±17, 85±18, 80±13, 77±11; RNFL SD: 102±21, 95±21, 85±30, 78±23, 70±20; NFI (BL=19±10): 29±4, 39±13, 44±19, 52±13, 52±15 Visus zur Baseline betrug 0,7±0,3, die MD des GF war -24±9 dB. Nach 10 Wochen betrug der Visus 0,6±0,4 und MD war -21±8 dB. Nur 2 Patienten hatten dabei einen Visusverlust, bei 10 verbesserte sich der Visus über den Zeitraum von 10 Wochen. Schlussfolgerungen: In dieser Pilotstudie konnte der Nervenfaserverlust bei AION gut mit dem GDxVCC im Verlauf detektiert werden. Der größte Nervenfaserverlust wurde zwischen der Baseline und der zweiten Woche gemessen. Dies weist auf einen sehr frühen Verlust von Mikrotubuli in den Nervenfasern hin. Der Verlust im superioren Bereich (korrespondierend zum GF-Ausfall) war deutlich höher als im inferioren, nicht-betroffenen Teil. Wir fanden einen maximalen Verlust von 61% zur Baseline. Der subjektive Verlust der RNFLT-Karten war deutlich höher. Die Daten unterstützen die Empfehlung eines möglichst frühen Behandlungsbeginns.
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