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Abstract

SO.05.05

Neuroprotektion – Neues aus Labor und Klinik

Lagrèze W. A.
Universitäts-Augenklinik Freiburg

Die glaukomatöse Optikusatrophie sowie Optikusatrophien aufgrund anderer Ursachen zählen in Deutschland neben der Makuladegeneration zu den häufigsten Erblindungsursachen. Bisher sind die therapeutischen Möglichkeiten auf die Senkung von Gewebsdruck beschränkt, beim Glaukom auf die Senkung des Augeninnendrucks, bei der Stauungspapille beispielsweise auf die Senkung des intrakraniellen Drucks. Ziel von Neuroprotektion ist, das Absterben retinaler Nervenzellen und Axone des Sehnerven unabhängig von Drucksenkung aufzuhalten. Entsprechend der Vielfalt extra- und intrazellulärer, die Apoptose beeinflussender Signaltransduktionswege, sind die Möglichkeiten einer pharmakologischen Intervention vielfältig. Im experimentellen Bereich lassen sich durch neuroprotektive Ansätze beachtliche Effekte erzielen. In der klinischen Neurologie gibt es erste Studien, welche signifikante neuroprotektive Effekte bei neurodegenerativen Erkrankungen beschreiben. In dem Referat soll insbesondere auf die Ergebnisse jüngster klinischer Studien eingegangen werden, sowie auf diagnostische Neuentwicklungen, welche notwendig sind, um Neuroprotektion besser quantifzieren zu können.

 
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