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Abstract

SA.08.01

Subretinales Implantat: Ergebnisse der ersten klinischen Studie

Zrenner E.1, Bartz-Schmidt K.-U.1, Besch D.1, Bruckmann A.1, Gekeler F.1, Greppmaier U.2, Sachs H.3, Stett A.3, Wilhelm B.1, Zabel E.1
1Universitäts-Augenklinik Tübingen; 2Naturwissenschaftlich Medizinisches Institut (NMI), Reutlingen; 3Universitäts-Augenklinik Regensburg

Ziel: Ziel der Studie war die Untersuchung der Wahrnehmungen, die mit Hilfe subretinaler elektronischer Implantate vermittelt werden. Die Implantate bestehen aus einem Chip (3x3x0,1 mm) mit 1500 Mikrophotodioden, Verstärkern und Elektroden und einem Stimulationsfeld mit 16 Elektroden für die Direktstimulation (DS).
Methode: Chip und DS-Feld sind beide auf einer subretinalen Polyimid-Folie aufgebracht, die über eine transchoroidale subretinale Versorgungsleitung mit Strom versorgt wird.
Ergebnisse: Die elektrische Stimulation von Reihen, Spalten oder Blöcken von 4 Elektroden bei der Direktstimulation erlaubten den meisten Patienten lokalisierte Helligkeitswahrnehmungen bis hin zur deutlichen Unterscheidung von horizontalen und vertikalen Linien. Unter optimalen Bedingungen konnte auch die Richtung und die Anordnung von Punkten bei sequenzieller Reizung von Einzelelektroden korrekt erkannt werden. Die über die Lichtstimulation vom Chip vermittelte Wahrnehmung erlaubte eine Lokalisation heller Objekte, z.B eines weißen Tellers auf einer schwarzen Tischdecke oder das Auffinden eines Fensters wie auch die korrekte Angabe einer Zahl sequenziell ausgelöster Lichtreize. Bei der SLO-gestützten Mikroperimetrie des Chips konnten einzelne Lichtpunkte in der Größe von 100-400 µm erkannt werden.
Schlussfolgerungen: Daraus ergibt sich, dass subretinale elektrische Multielektroden-Stimulation einen sinnvollen Bereich unterschiedlicher Helligkeitsempfindungen bei blinden Patienten innerhalb eines begrenzten Rahmens räumlicher, zeitlicher und elektrischer Parameter erzeugen kann.

 
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