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105. DOG-Kongress Home
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AbstractDO.13.07 Der HbA1c-Wert als Schlüsselparameter in der interdisziplinären Betreuung von Patienten mit diabetischer Retinopathie Henschel A., Trieschmann M., Pauleikhoff D., Spital G. Augenabteilung am Franziskus-Hospital Münster Ziel: Die konsequente internistische Therapie des Diabetes mellitus stellt die Grundvoraussetzung für eine dauerhaft erfolgreiche Behandlung von Patienten mit diabetischer Retinopathie dar. Für den Augenarzt ist es jedoch nicht immer einfach, einen Eindruck von der Qualität der Blutzuckereinstellung seiner Patienten zu bekommen, insbesondere bei schlecht aufgeklärten oder incomplianten Patienten. Gerade diese Patientengruppe findet sich dann aber gehäuft beim Augenarzt wieder. Ein harter Laborwert wie der HbA1c-Wert ermöglicht hier eine deutlich validere Einschätzung der Diabeteseinstellung. Methode: In einem ophthalmologischen Tertiärzentrum wurde bei Diabetikern, die sich zur Untersuchung vorstellten der HbA1c-Wert gemessen. Dies erfolgte immer, wenn dem Patienten der Wert nicht bekannt oder die letzte Messung älter als sechs Wochen war. Zusätzlich wurden in einer standardisierten Anamnese weitere Parameter der Diabeteserkrankung (Erkrankungsdauer, Therapie, Komplikationen) abgefragt. Ergebnisse: Insgesamt wurde bislang bei 131 Patienten der HbA1c-Wert bestimmt. 52% der Patienten kannten ihren Wert nicht. In 21% der Fälle lag der gemessene HbA1c höher als der vom Patienten angegebene. Die Höhe des HbA1c und die Dauer des Diabetes korrelierten zu der Schwere der Diabetischen Retinopathie. Bislang 9 Patienten mit deutlich erhöhtem HbA1c-Wert (im Mittel 11,5%) wurden kurzfristig in einer kooperierenden diabetologischen Schwerpunktpraxis zur Mitbeurteilung vorgestellt. Schlussfolgerungen: Mit der HbA1c-Messung steht ein relativ günstig meßbarer harter Laborwert zur Verfügung, welcher einen guten Überblick über die mittelfristige Einstellungsqualität des Diabetes mellitus ermöglicht und dem Augenarzt so als Aufhänger für eine Vorstellung beim Diabetologen dienen kann. In größeren Zentren ist mit überschaubarem Aufwand sogar eine direkte Messung vor Ort integrierbar. Das Wissen über die Einstellungsqualität ermöglicht dem Augenarzt eine bessere Einschätzung von Prognose und Erfolgsaussichten von ophthalmologsicher Therapie.
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