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105. DOG-Kongress Home
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AbstractDO.08.01 Langzeitprognose der perforierenden Keratoplastik bei Keratokonus Böhringer D., Poxleitner K., Birnbaum F., Maier P., Sundmacher R., Reinhard T. Universitäts-Augenklinik Freiburg Ziel: Die Fünfjahresprognose der Keratoplastik bei Keratokonus ist durchschnittlich sehr gut; nach klinischer Vermutung versagen die meisten Transplantate aber nach 15 - 20 Jahren, entweder aufgrund einer Eintrübung oder funktionell durch progressive, nicht hinreichend optisch korrigierbare Transplantatverformung. Bislang liegen keine systematische Folgeuntersuchungen über so lange Zeiträume vor. Daher versuchten wir, das Transplantatschicksal aller Patienten retrospektiv zu klären, die zwischen 1976 und 1984 an der Universitäts-Augenklinik Freiburg ein Hornhauttransplantat bei Keratokonus erhalten hatten. Methode: Anhand der Operationsprotokolle wurden 113 Patienten im Alter von 35 (18-57) Jahren identifiziert. Die Keratoplastiken erfolgten mit 7,7 mm Frischtransplantaten und überwiegend mit einer Kreuzstichnaht nach Hoffmann. Die Recherche nach dem Patienten- und Transplantatschicksal beinhaltete die Ausnutzung aller verfügbaren Informationskanäle (postalischer Fragebogen, Suche über Augenärzte und andere Kliniken, archivierte Keratoplastikwartelisten auf Re-Keratoplastiken). Ergebnisse: Über 83 Patienten (70%) waren keine Langzeitinformationen erhältlich (verstorben oder unauffindbar). Nur bei 30 Patienten (30%) konnte der Zustand des damaligen Transplantates geklärt werden. Die Nachbeobachtungszeit betrug durchschnittlich 20±6 Jahre. Bei 19/30 ereignete sich nach durchschnittlich 23 Jahren ein Transplantatversagen (Kaplan-Meier Schätzung) und nur 11 blieben über diesen Zeitraum klar, wobei die aktuelle Topographie und Funktion momentan überprüft wird. Schlussfolgerungen: Trotz der unvermeidlichen Einschränkungen durch die geringe Patientenzahl bestätigt sich der klinische Eindruck der begrenzten Transplantatüberlebenszeit von etwa 20 Jahren. Das nicht minder wichtige Problem einer progredienten Transplantat-Wirtshornhaut-Verformung bei Keratokonus mit fortschreitendem Funktionsverfall trotz klaren Transplantates soll durch die jetzt noch anstehende topographische Analyse der 11 klar gebliebenen Hornhäute untersucht werden.
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