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Abstract

DO.08.03

Vergleich verschiedener Methoden zur Messung der zentralen Hornhautdicke

Scheuerle A. F., Beutelspacher S. C.
Universitäts-Augenklinik Heidelberg, Heidelberg

Ziel: In den vergangenen Jahren hat die Messung der zentralen Hornhautdicke an Bedeutung gewonnen. In dieser Studie sollen vier unterschiedliche zur Messung der zentralen Hornhautdicke und die Ergebnisse miteinander verglichen werden.
Methode: Zur Pachymetrie wurden vier verschiedene Geräte und Messtechniken verwendet: Orbscan II (Bausch&Lomb), Slit-Lamp OCT (Heidelberg Engineering), OLCR-Pachymeter (Haag-Streit) und IOPac Advanced (Heidelberg-Engineering). Es werden somit vier unterschiedliche Messverfahren angewandt: Scheimpflug-, OCT-, Laser- und Ultraschall-Pachymetrie. Es wurden 35 Patienten (70 Augen, 20 Männer, 15 Frauen) ohne pathologische Hornhautveränderungen untersucht.
Ergebnisse: Im Durchschnitt betrug die Messung der zentralen Hornhautdicke gemessen mit OCT, Laser- und Ultraschall-Pachymeter 562,4 m 0,32 µm. Die Messungen mit diesen drei Techniken unterschieden sich statistisch nicht signifikant (p=0,1). Die Messungen mit dem Orbscan II ergaben eine durchschnittliche zentrale Hornhautdicke von 524,3±2,4 µm. Dies unterschied sich signifikant von den Werten der drei vorgenannten Messtechniken.
Schlussfolgerungen: Alle vier Messmethoden erlauben eine rasche Erfassung der zentralen und zum Teil auch peripheren Hornhautdicke. Die Messungen mit dem Orbscan II führen jedoch zu einem statistisch signifikanten Unterschätzen der Hornhautdicke. Dies hat insbesondere Auswirkungen sollten diese Messwerte für refraktiv-chirurgische Eingriffe oder dickenadaptierte-Tonometrie verwendet werden. Jedes dieser Geräte hat jedoch eine Reihe von Vor- und Nachteilen, welche über die zum Teil reichhaltigen Zusatzfunktionen definiert werden. Bei ausschließlicher Verwendung des Orbscan II sind ergänzenden Messungen mit einem spezialisierten Pachymeter unerlässlich.

 
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