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105. DOG-Kongress Home
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AbstractP 186 Therapie des perforierten rheumatischen Hornhautulkus bei inaktiver Grunderkrankung: zwei Kasuistiken Mayweg S., Spelsberg H. Augenklinik, Universitätsklinikum Düsseldorf Ziel: Trotz klinisch inaktiver und ausreichend behandelter rheumatischer Grunderkrankung kann es zu einschmelzenden Hornhautprozessen kommen. Ein therapeutischer Goldstandard existiert nicht. Hier soll an zwei Patienten mit perforierten Hornhautulzera unterschiedlicher Ausdehnung gezeigt werden, dass nach Keratoplastik à chaud eine individuelle immunsuppressive Therapie auch bei ausgebrannter Grunderkrankung dringend notwendig ist. Methode: Zwei Patienten mit Hornhautperforationen aufgrund rheumatischer Einschmelzung wurden notfallmäßig mit einer Mini-Keratoplastik (P1) und mit einer großen perforierenden Keratoplastik (P2) versorgt. Bei beiden lag keine aktiv entzündliche Grunderkrankung vor. und beide erhielten im Akutstadium Prednisolon 1,5mg/kg Körpergewicht. Trotz Einleitung einer immunsuppressiven Behandlung mit Ciclosporin A (P1) und Methotrexat (P2) kam es nach langsamer Reduktion der systemischen Steroide unter eine individuelle Schwelle von 7,5 mg (P1) und von 10 mg (P2) jeweils wieder zu blanden Einschmelzungen mit Fistelbildung. Mit erneuter Steroidstoßtherapie und Verbandkontaktlinse (KL) im Akutstadium konnte in beiden Fällen eine Stabilisierung des Befundes ohne erneuten operativen Eingriff erreicht werden. Beide Patienten trugen die KL für mehrere Monate und erhielten längerfristig eine niedrig-dosierte Steroiddauertherapie oberhalb der individuellen Schwelle Ergebnisse: Mit einer zusätzlichen Steroidtherapie knapp oberhalb der individuellen Schwelle und monatelangem Tragen der KL konnte ein stabiler Befund erreicht werden. Der bestkorrigierte Visus betrug zuletzt 0,63 (P1) und 0,1 (P2). Ein erneuter operativer Eingriff konnte bislang vermieden werden. Schlussfolgerungen: Auch wenn die rheumatische Grunderkrankung inaktiv ist und suffizient behandelt wird, muss die immunsuppressive Therapie bei einschmelzenden Hornhautprozessen zur Stabilisierung verschärft werden. Eine zusätzliche systemische niedrig dosierte Steroidtherapie ist in solchen Fällen nach unserer Erfahrung leicht steuerbar und vergleichsweise gut verträglich.
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