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Abstract

FR.13.07

Langzeitergebnisse von Kombinationstherapien – Chorioretinale Neovaskularisationen bei altersabhängiger Makuladegeneration, diabetischen Retinopathien und retinalen Venenverschlüssen

Koch F.
Universitäts-Augenklinik Frankfurt

In prospektiven Fallstudien lässt sich belegen, dass CNV´s in ARMD durch Kombination von PDT, cPPV und Injektion von Avastin und Dexamethason effektiv und langanhaltend therapierbar sind (MlpT = multiple Therapie). Weder bei Verzicht auf eine PDT noch bei Verzicht auf eine cPPV zeichnen sich vergleichbare Ergebnisse ab. 81 von 104 Patienten mit einem mittleren Visusanstieg von 1,8 Linien mußten über einen Beobachtungszeitraum von durchschnittlich 40 Wochen nur einmal behandelt werden (Retina 27: 133 – 140, 2007). In einer zweiten Studie wurde bei 52 Augen ein mittler Visusanstieg von 1,65 Linien nach 14 Monaten beobachtet, wobei 13/52 (25%) nach 9 Monaten einer zusätzlichen MlpT unterzogen worden. Bei keinem Patienten viel das Sehvermögen jemals wieder zurück auf das Ausgangsniveau oder wurde sogar schlechter (Retina Subspecialty Meeting 2006, Masters Meeting 2007). Von den 10 Patienten, die im Zeitraum zwischen 9 und 14 Monaten einer zweiten Kombinationstherapie unterzogen wurden, hatte nur ein Patient ein Membranrezidiv (4 Wochen nach Kataraktoperation). Kombinationstherapien (cPPV Avastin, Dexamethason oder Triamcinolon) erweisen sich auch bei anderen Krankheitsbildern als erfolgreich.
6 Monate nach cPPV mit Applikation von Avastin und Dexamethason oder Triamcinolon zeigten sich bei 10 Patienten mit Makulaödem nach Venenverschlüssen und 10 Patienten mit Makulaödem bei diabetischer Retinopathie in allen Fällen eine anhaltende Abnahme der Netzhautdicke im OCT und in 80% eine Verbesserung des Sehvermögens. 6 Monate nach cPPV mit Entfernung von eingeblutetem Glaskörper und Injektion von Avastin und Dexamethsason kam es bei allen Patienten (n=15) zu einem Visusanstieg. Kein Patient berichtete über ein erneutes Blutungsereignis.
Kombinationstherapien erlauben, die Frequenz von diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen signifikant zu reduzieren. Das Visusergebnis ist vergleichbar mit dem zahlreicher Studien über Monotherapien oder Zweifachtherapien, die allerdings signifikant häufiger wiederholt werden müssen. Damit zeichnen sich Wege für eine finanzielle Entlastung des Gesundheitssystems ab. Es besteht die berechtigte Hoffnung, dass im Rahmen von Kombinationstherapien auch das Endergebnis verbessert werden kann, und zwar dadurch, dass die einzelnen Erkrankungen frühzeitig, lang anhaltend zum Stillstand kommen.

 
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