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AbstractSA.19.09 Tierexperimentelle Untersuchungen zur selektiven Retinatherapie (SRT) mit ns-Laserpulsen Framme C.1,2, Schüle G.2, Kobuch K.1, Flucke B.2, Birngruber R.2, Brinkmann R.2 1Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Universität Regensburg; 2Medizinisches Laserzentrum Lübeck Ziel: Die selektive Laserbehandlung des RPE (SRT) unter Schonung der Photorezeptoren ist mit repetitiven Laserpulsen im Mikrosekundenbereich möglich. Ziel dieser Studie war die ophthalmoskopische, angiographische und histologische Begutachtung des Schadensausmaßes nach Applikation sehr kurzer Laserimpulse im Nanosekundenbereich. Methode: Mit einem frequenzverdoppelten Nd:YAG-Laser (532nm) wurden insgesamt 130 Laserläsionen in den zentralen Netzhautbereich von Chinchilla Bastard Kaninchen gesetzt. Dabei wurden jeweils Einzelpulse und Pulsreihen von 10 Pulsen bei 10Hz mit aufsteigenden Pulsenergien appliziert. Nach Behandlung wurden durch Fundusphotographie und Angiographie die jeweiligen Schadensschwellen (Schwellenverhältnis SV: angiographische versus ophthalmoskopische ED50) als auch das therapeutische Fenster (TW: angiographische ED86 versus ophthalmoskopische ED14) bestimmt. Zusätzlich wurde das Schadensausmaß histologisch evaluiert. Ergebnisse: Bezüglich Einzelpulse lag die angiographische ED50 bei 144mJ/cm2 und die ophthalmoskopische ED50 bei 365mJ/cm2 (SV = Faktor 3.1; TW = Faktor 0.8). Bei einem Zug von 10 Pulsen waren die angiographische (72mJ/cm2) und die ophthalmoskopische Schwelle (266mJ/cm2) deutlich niedriger, das TW hingegen größer (SV = Faktor 2.3; TW = Faktor 1.8). Bei beiden Parametern traten weder Blutungen noch retinale Rupturen auf. Histologien von Laserläsionen innerhalb des therapeutischen Fensters zeigten defektes RPE bei intakter Bruch-Membran und Choriokapillaris. Es ergaben sich trotz gleicher Energieapplikation bei verschiedenen Läsionen sowohl Schonung der Photorezeptoren als auch Schäden der Außen- und Innensegmente unterschiedlichen Ausmaßes. Schlussfolgerungen: Sehr kurze 8ns-Laserpulse können selektiv das RPE schädigen, allerdings zeigen sich im Gegensatz zur Behandlung im Mikrosekundenbereich häufiger ungewollte Schädigungen der Photorezeptoren, was auf einen nur relativ geringen Sicherheitsbereich zwischen angiographischer und ophthalmoskopischer Schwelle zurückzuführen sein mag. Klinisch sollten daher weiterhin Mikrosekundenpulsen appliziert werden.
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