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Abstract

FR.11.07

Frühe Ergebnisse nach Ahmed Glaucoma Valve-Implantation bei Kindern und Jugendlichen mit komplizierten Glaukomen

Schulze A., Kottler U. B., Pfeiffer N., Thieme H.
Universitäts-Augenklinik und Poliklinik, Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Ziel: Bei Kindern mit komplizierten Glaukomen haben fistulierende Revisionsoperationen aufgrund einer beschleunigten Wundheilung eine deutlich geringere Erfolgsrate. Wir implantierten in ausgewählten Fällen ein Ahmed Glaucoma Valve.
Methode: Wir implantierten 8 Ahmed-Ventile bei Kindern und Jugendlichen. Die Patienten waren im Mittel 11,9 Jahre (2,0-17,0 Jahre) alt. Im Durchschnitt wurden diese über 9,4 Monate (1-15 Monate) nachbeobachtet. Diagnosen waren: kongenitales Glaukom (4), Sekundärglaukom bei Aphakie bei Zustand nach kongenitaler Katarakt (3) und Sekundärglaukom bei Zustand nach contusio bulbi (1). Die Kinder waren durchschnittlich 4,3 mal voroperiert worden.
Ergebnisse: Der Augendruck konnte von präoperativ im Mittel 33,0mm Hg (26-44mm Hg) auf postoperativ 8,3mm Hg (2-22mm Hg) gesenkt werden. Bei der letzten Kontrolle lag der intraokulare Druck im Mittel bei 18,4±4,3mm Hg (13-27mm Hg). Im Nachbeobachtungszeitraum mussten 5 Patienten erneut operiert werden. In drei Fällen war die Ursache des Druckanstiegs eine Abkapselung des Ventils durch dichtes fibrovaskuläres Gewebe. In einem weiteren Fall hatte retrograd eingewachsenes fibrotisches Gewebe das Ventil verschlossen. Eine weitere Folgeoperation war aufgrund einer Schlauchdislokation notwendig.
Schlussfolgerungen: Nach Implantation eines Ahmed-Ventils bei Kindern konnte der Augeninnendruck bei einem Teil der Patienten erfolgreich reguliert werden. Ein Teil der Patienten musste aufgrund einer Ventilabkapselung revidiert werden.

 
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