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105. DOG-Kongress Home
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AbstractFR.11.05 Ein neues Instrument für die Filterkissenrevision ab interno als Alternative zum Sickerkissen-Needling Schmitz K., Niederdräing N., Meller D., Steuhl K. P. Universitäts-Augenklinik Essen Ziel: In 20-50 % aller Fälle kommt es im postoperativen Verlauf nach filtrierender Glaukom-Operation zu einer Vernarbung des angelegten Sickerkissens. Ein Needling des Sickerkissens, ggf. mit Anhebung des Skleradeckels bei dort vorliegender Vernarbung, mit einer subkonjunktival vorgeschobenen Kanüle ist die etablierte Technik zur Revisions-OP bei Sickerkisseninsuffizienz. Mögliche Probleme dieser Methodik bestehen in einer nicht unerheblichen Bindehauttraumatisierung mit Induktion von Blutungen und erneuter postoperativer Narbenbildung. Die Anhebung des Skleradeckels ist ein eher unkontrolliertes Verfahren. Needling-Prozeduren müssen an manchen Augen mehrfach wiederholt werden. Methode: Es wurde ein Instrument entwickelt, das in seiner äußeren Form einem Zyklodialysespatel ähnelt. Dieses wird über eine der Trepanationsstelle gegenüberliegende Parazentese in die Vorderkammer eingeführt, um nach Durchqueren der Vorderkammer die Trepanationsstelle zu sondieren. Ein vorschiebbares Rundmesser ermöglicht dann die Durchtrennung skleraler und subkonjuntivaler Vernarbungen. Das neue Instrument wurde bei 15 Patienten mit Sickerkisseninsuffizienz zur Sickerkissenrevision ab interno eingesetzt. Ergebnisse: Bei 14 von 15 Patienten konnte eine freie Passage von Kammerwasser in den wiedereröffneten Subkonjunktivalraum ohne zusätzliches Needling von außen erreicht werden. Bei 3 von 15 Patienten beobachteten wir ein postoperatives Hyposphagma, bei 2 von 15 ein geringes Hyphaema. In 13 von 15 Fällen konnte eine adäquate Drucksenkung über einen Nachbeobachtungszeitraum von mindestens 3 Monaten ohne weitere Maßnahmen erzielt werden. Schlussfolgerungen: Das neu entwickelte Instrument erweist sich als geeignet zur Sickerkissenrevision ab interno mit hoher Effektivität und niedriger Komplikationsrate. In weiteren Untersuchungen an einer größeren Patientenzahl sollen die Ergebnisse dieser Revision ab interno mit denen eines konventionellen Needlings durch die Punktion des Subkonjunktivalraums von außen verglichen werden.
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