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Abstract

SO.05.06

Effekt von unspezifischer Cyclooxygenasehemmung mittels Indomethazin auf den retinalen und choroidalen Blutfluss

Garhöfer G.1,2, Weigert G.1, Berisha F.1, Schmetterer L.1,3
1Universitätsklinik für Klinische Pharmakologie, 2Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie, 3Zentrum für Biomedizinische Forschung und Physik, Medizinische Universität Wien

Ziel: Prostaglandine zählen in vielen Organen zu den wichtigsten Regulatoren des Blutflusses. Das Ziel der vorliegenden Studie war es, die Auswirkung von intravenös verabreichtem Indometacin, einem unspezifischem Cyclooxygenaseinhibitor, auf den okulären Blutfluß zu untersuchen.
Methode: 10 junge, gesunde Männer wurden in die Studie eingeschlossen. Indometacin oder Plazebo wurde als Bolus (0.4mg/kg) gefolgt von einer kontinuierlichen Infusion von 0.4 mg/kg/h über 2 Stunden an 2 verschiedenen Tagen verabreicht. Blutflussmessungen wurden zur Baseline, nach 30 Minuten, nach 1 und 2 Stunden durchgeführt. Retinale Gefäßdurchmesser wurden mit einem Retinal Vessel Analyzer und Blutflussgeschwindingkeit mit einem bi-direktionalem Laser-Doppler-Velocimeter gemessen. Retinaler Blutfluss wurde aus Gefäßdurchmesser und Blutflussgeschwindingkeit errechnet. Choroidaler Blutfluss wurde mittels Laser Doppler Flowmetry gemessen.
Ergebnisse: Indometacin reduzierte den retinalen Blutfluss um -29%±9% (p<0.05) mit dem maximalen Effekt nach einer Stunde nach Infusionsbeginn. Auch der choroidale Blutfluss war nach Verabreichung von Indometacin signifikant reduziert. (-16%±5%, p<0.05).
Schlussfolgerungen: Unsere Resultate weisen daraufhin, daß Hemmung der Cycoloxygenase eine starke Verminderung des retinalen und choroidalen Blutflusses zur Folge hat. Ob dies an der verminderten Produktion von Prostaglandinen liegt oder andere Ursachen hat, bleibt noch zu erforschen.

 
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